Mit "WWF Panda Junior in Afrika" hat Flashpoint erstmals einen edukativen Kindertitel im Portfolio. Der Abverkaufsplan ist langfristig ausgelegt und wird durch jährliche Neureleases unterstützt.

Der Einstieg in den Markt für edukative Software ist nicht risikolos. Speziell der auf Lagerumschlagsgeschwindigkeit eingestimmte Softwarehandel steht dem Geschäft mit den sich langsam, aber dafür konstant lang drehenden Titeln noch immer zwiespältig gegenüber. Doch davon lässt sich der Hamburger Distributor Flashpoint nicht schrecken. Ende Juli brachte er mit "WWF Panda Junior" den Auftakt einer neuen Softwarereihe auf den Markt, die das Thema Umwelt- und Tierschutz edukativ aufarbeitet.

Für die Hanseaten bedeutet dies Neuland. "In puncto Vermarktung und Vertrieb sind wir jedoch bestens präpariert", sagt Jean-Marcel Sommer, Leitung Marketing und New Business, selbstbewusst. Im Kern will Flashpoint ökologisch orientierte Eltern ansprechen, die den neuen Medien offen gegenüberstehen. "Natürlich möchten wir mit dem PC-Spiel auch Kinder in der Altersgruppe der Sechs- bis Zwölfjährigen direkt ansprechen und ebenso Lehrer und Pädagogen an diesen Titel heranführen", erläutert Sommer. Das beste Argument beim Erreichen dieses Ziels dürfte vor allem die Lizenz der bekannten und weltweit anerkannten Umwelt- und Tierschutzorganisation World Wide Fund of Nature (WWF) sein. Schon bei der Entwicklung der Titel arbeitet der WWF eng mit Neko Entertainment zusammen. Doch wichtiger ist die Außenwirkung: Allein die drei Buchstaben WWF werden vom Verbraucher mit wertvollen Inhalten assoziiert.

Zudem sind gemeinsame Marketingaktionen geplant, unter anderem Infoveranstaltungen in Schulen. Im Gegenzug geht von jedem verkauften Titel ein Euro als Spende an den WWF. Für einen Erfolg spricht außerdem die Langfristigkeit der Vermarktung: "WWF Panda Junior" ist kein Stand-alone-Produkt, sondern als Softwarereihe geplant. Über einen Zeitraum von fünf Jahren erscheint jährlich ein neuer Titel, wodurch immer wieder Aufmerksamkeit auf die Reihe gelenkt wird. Dennoch bleibt die Platzierung des Titels eine Herausforderung. "Natürlich weiß der Fachhandel, dass die Abverkäufe eines Kindertitels nicht mit einem Topseller im Gamessektor vergleichbar sind. Dementsprechend intensiv sind hier unsere Gespräche mit den jeweiligen Einkaufsentscheidern", berichtet Sommer. Im Großen und Ganzen bestehe jedoch die Bereitschaft, in angemessenen Stückzahlen zu ordern.

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