Weil der Preiskampf an Schärfe gewinnt, der Wettbewerbsdruck unvermindert auf die Margen drückt und auch der Ausblick auf das Weihnachtsquartal keine Besserung verspricht, zieht Hardwarehersteller Gericom den Rückzug aus dem umkämpften Markt in Betracht.

Der österreichische Hardwarehersteller Gericom wird sich möglicherweise aus seinem Kerngeschäft zurückziehen. Wie der Vorstand anlässlich der Quartalsbilanz für das zum 30. September beendete dritte Quartal mitteilte, lege der anhaltende, aggressive Preiskampf und der unvermindert hohe Wettbewerbsdruck diesen Schritt nahe. Denn auch im dritten Quartal entwickelte sich die Ertragssituation weiter rückläufig: Nach 23 Mio. Euro im Vorjahresquartal lag der Umsatz nun nur noch bei 5,7 Mio. Euro. Der Konzernverlust stieg indes auf 14,3 Mio. Euro an. Der Neunmonatszeitraum wurde mit 54 Mio. Euro Umsatz und einem Verlust von 27,8 Mio. Euro beendet. Das angepeilte Umsatzziel von 100 Mio. Euro für das Gesamtjahr lasse sich so nicht mehr erzielen, wie es aus Linz heißt. Die Umsatzprognose wurde daher auf 65 Mio. Euro angepasst. Da aber auch der Ausblick auf das vierte Quartal keine Besserung verheißt, will der Vorstand die Notbremse ziehen. Auf der für den 20. Dezember anberaumten außerordentlichen Hauptversammlung sollen die Aktionäre über die angestrebte Neuausrichtung der Geschäftstätigkeit unterrichten.

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