Die GfK bescheinigt den Bundesbürgern wieder mehr Optimismus. Alle Indikatoren deuteten auf eine Aufhellung des Konsumklimas hin. Hält der Trend an, könnte die Binnennachfrage schon bald wieder merklich anziehen.

Die Ergebnisse der Konsumklimastudie der GfK für den Januar 2005 bescheinigen dem Patienten Deutschland, auf dem Weg der Besserung zu sein. Nachdem sich die wichtigsten Indikatoren in den vergangenen Monaten nur sehr zögerlich und uneinheitlich entwickelt hätten, kristallisiere sich jetzt womöglich der erhoffte eindeutige Aufwärtstrend heraus.

Die Nürnberger Marktforscher gründen ihre Annahme vor allem auf der Einkommenserwartung der Bundesbürger, die spürbar angezogen habe. Nachdem sich der Indikator im gesamten letzten Jahr sehr instabil entwickelt habe, sei er nun zum zweiten Mal in Folge gestiegen. Mit einem Wert von plus 6,7 liege die Einkommenserwartung seit April letzten Jahres zum ersten Mal wieder über dem langfristigen Durchschnitt von null. Nach minus 13,5 Punkten im Dezember habe sie im Januar mit einem Zuwachs von gut 20 Punkten deutlich zugelegt.

Schafften die Deutschen in den vergangenen Jahren ihr Einkommen lieber auf die Seite, so scheint sich dies wieder langsam zu ändern. Die Anschaffungsneigung - zweiter wichtiger Indikator fürs Konsumklima - habe sich im Januar auf einen Wert von minus 14,4 verbessert - ein Zuwachs von 7,9 Punkten gegenüber dem Dezember. Vor allem die positive Einkommensstimmung sowie die sinkende Angst vor der eigenen Arbeitslosigkeit hätten zu dieser positiven Entwicklung geführt.

Und auch die Konjunkturerwartung zog im Januar wieder an. Mit einem Wert von minus 5,9 habe sie sich um 12,4 Punkte gegenüber dem Vormonat verbessert und den höchsten Stand seit April letzten Jahres erreicht. Die Werte für den Januar lägen den Schluss nahe, dass die Verbraucher deutlich positiver in die Zukunft blickten, so die GfK. Alles in allem habe dies positive Auswirkungen auf das Konsumklima. Nach einem revidierten Wert von 3,1 für den Januar prognostiziert die GfK für den Folgemonat einen Wert von 4,1.

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