Glücksspielgeschäft verhagelt Sega Sammy die Bilanz
Weil das Geschäft mit den in Japan beliebten Pachinko-Glückspielautomaten im ersten Quartal deutlich rückläufig war, vermeldet Sega Sammy einen Umsatzrückgang im Jahresvergleich um 15 Prozent.
Sega Sammy vermeldet für das zum 30. Juni beendete erste Quartal einen Umsatzrückgang um 15 Prozent auf 85,620 Mrd. Yen (ca. 587 Mio. Euro). Verantwortlich für das Minus war vor allem das Geschäft mit den in Japan beliebten Pachinko-Glücksspielmaschinen, welches nach 49,8 Mrd. Yen (rund 341 Mio. Euro) im Vorjahr nur noch 21,8 Mrd. Yen (ca. 149 Mio. Euro) zum Gesamtumsatz beitrug. Da der Konzern zeitgleich hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung tätigte, sank der operative Gewinn von 17,6 Mrd. Yen (rund 121 Mio. Euro) auf nun 2,8 Mrd. Yen (ca. 19,2 Mio. Euro). Netto verdiente Sega Sammy nach 10,7 Mrd. Yen (rund 73 Mio. Euro) nur noch 779 Mio. Yen (ca. 5,3 Mio. Euro) - ein Rückgang um 92,7 Prozent.
Einen operativen Verlust in nicht genannter Höhe fuhr zudem der Consumer-Business-Bereich ein, in dem auch das Spielebusiness beheimatet ist. Alles in allem wurden im Dreimonatszeitraum 2,14 Mio. Spiele rund um den Globus verkauft - davon gut 680.000 in Europa. Das Quartalsergebnis entspreche dem unteren Ende der Erwartungen, teilte die Unternehmensleitung mit. Daher bleibe die Prognose für das Gesamtjahr, die bei 682 Mrd. Yen (rund 4,8 Mrd. Euro) Umsatz einen Nettoverdienst von 75 Mrd. Yen (ca. 530 Mio. Euro) vorsieht, von der Negativentwicklung unberührt.