GVU überführt weiteren Raubkopierer
Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) hat erneut einen in einem Großunternehmen beschäftigten Raubkopierer ausfindig gemacht, bei dem zirka 1300 gebrannte CDs vorgefunden wurden.
Erneut ist ein Mitarbeiter eines Großunternehmens aus dem Raum Köln ins Visier der GVU geraten. Der GVU zufolge fiel der Tatverdächtige, der bei einer Firma mit mehr als 1000 Beschäftigten arbeitet, bei seinen Kollegen durch "regen Raubkopienhandel" auf. Am 6. Juni seien dann insgesamt rund 1300 gebrannte CDs aller Anwenderbereiche sichergestellt worden. Dabei habe es sich vor allem um neueste Kinofilme gehandelt. Zu Beginn der Durchsuchung habe per DSL-Übertragung über die Website "eMule" gerade ein Downloadvorgang des Spiels "Dungeon Siege" stattgefunden. Die Recherche vor Ort ergab, dass auf dem Rechner Kundendaten, Bestellunterlagen und Bestandslisten gespeichert waren. Schriftliche Bestellzettel von dritten Personen für Film-, Musik- und Gamestitel seien ein weiterer Beweis für den Handel mit Raubkopien gewesen. Die GVU hat Strafantrag gestellt und wird den größten Teil des beschlagnahmten Materials zur weiteren Auswertung überprüfen.