Handhelds feuern japanischen Markt an
Vor allem Nintendo DS und PlayStation Portable hatte der japanische Spielemarkt im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 13,9 Prozent zu verdanken. Nach Daten der Computer Entertainment Suppliers Association dominieren Handheldsysteme den japanischen Markt mit einem Umsatzanteil von 63,2 Prozent deutlich.
In der Übergangsphase der Heimkonsolensysteme übernehmen die neuen Handhelds in Japan die dominierende Rolle. Vor allem Nintendo DS und PlayStation Portable war es im vergangenen Jahr zu verdanken, dass der Gesamtumsatz in Japan um 13,9 Prozent auf 496,5 Mrd. Yen (ca. 3,35 Mrd. Euro) anstieg. Softwareverkäufe machten davon 314,1 Mrd. Yen (rund 2,12 Mrd. Euro) aus. Angetrieben von 4,25 Mio. verkauften NDS und 2,61 Mio. PSP stieg der Hardwareumsatz im Jahresvergleich um sagenhafte 51,9 Prozent auf 182,4 Mrd. Yen (ca. 1,23 Mrd. Euro). Mit einem Umsatzanteil von 63,2 Prozent befindet sich der japanische Markt somit fest im Griff der neuen Handhelds; Heimkonsolen machen nur noch bescheidene 36,8 Prozent des Marktes aus.
Die in der "Famitsu" veröffentlichte Marktanalyse der Computer Entertainment Suppliers Association (CESA) betrachtete aber nicht nur den nationalen Markt. Auch die internationalen Umsätze der japanischen Branche wurden untersucht und eine Umfrage unter den größten Publishern durchgeführt. Die globale Auslieferung japanischer Soft- und Hardware belief sich demnach 2005 auf 1,36 Bio. Yen (rund 9,17 Mrd. Euro). Davon entfielen 487,1 Mrd. Yen (ca. 3,28 Mrd. Euro) auf Software- und 872,7 Mrd. Yen (rund 5,88 Mrd. Euro) auf Hardwareprodukte.
Neben den absoluten Marktzahlen untersuchte die CESA auch die Kosten, die im Laufe einer Spieleproduktion eines japanischen Studios durchschnittlich anfallen. Preisgünstigste Plattform ist demzufolge Nintendos DS-Handheld: Im Schnitt 39,8 Mio. Yen (ca. 268.000 Euro) kostet ein DS-Spiel von der Idee bis zur Marktreife. Für PSP-Titel fielen durchschnittlich Investitionen von 63 Mio. Yen (rund 425.000 Euro) an. Teuerste Plattform war Sonys PlayStation 2, auf der die Spielentwicklung im Schnitt 139 Mio. Yen (ca. 938.000 Euro) verschlingt. Da lediglich im Markt erhältliche Systeme abgefragt wurden und viele japanische Studios bislang nicht für Microsofts Xbox 360 entwickeln, konnten die Kosten einer durchschnittlichen Next-Gen-Produktion nicht dargestellt werden.