Hardwareschwäche zieht SCE ins Minus
Mit dem bevorstehenden Launch von PlayStation 3 in den USA und Japan verliert die Vorgängerkonsole an Zugkraft. Hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung sorgten zudem für ein hohes operatives Minus im zweiten Quartal von Sony Computer Entertainment (SCE).
Kurz vor dem Start von PlayStation 3 in Japan und den USA hat Sony Computer Entertainment die Position als Cashcow des Sony-Konzerns vorerst verloren. Nach wie vor belasten hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung den Konsolenhersteller. Hinzu kommt, dass die Vorgängerkonsole mit näherrückendem PS3-Launch deutlich an Zugkraft verliert. Bei nur noch 170,3 Mrd. Yen Umsatz (ca. 1,13 Mrd. Euro) stieg der operative Verlust im zum 30. September beendeten zweiten Quartal auf 43,5 Mrd. Yen (rund 290 Mio. Euro) an. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt das Umsatzminus somit satte 20,5 Prozent.
In allen drei Kernmärkten hatte SCE mit rückläufigen Verkäufen sowohl bei PlayStation 2 als auch bei PlayStation Portable (PSP) zu kämpfen. Softwareseitig wurde zwar ein Absatzplus bei PSP verzeichnet, dieses konnte die rückläufigen Verkaufszahlen bei PS2-Software aber nicht aufwiegen. Widergespiegelt wird die aktuelle Situation auch in den Shipmentzahlen des zweiten Quartals: 5,02 Mio. PS2-Konsolen liefen demzufolge in den Monaten Juli bis September vom Band, was in etwa dem Stand des Vorjahres entspricht. Bei PSP wurden die teils immensen Steigerungen der vergangenen Quartale nicht mehr erzielt. Um nur noch 140.000 auf 3,89 Mio. Geräte stieg die Auslieferung an. Rückgänge wurden bei der Softwareauslieferung für PS2 verzeichnet. 47 Mio. Kopien wurden in den Handel gestellt - gegenüber dem Vorjahr ein Minus von drei Mio. Einheiten. 12,9 Mio. PSP-Spiele wurden ausgeliefert, ein Plus von 3,9 Mio. Einheiten.