Infogrames legt Halbjahresbilanz vor
Die Kostensenkungsmaßnahmen und Firmenverkäufe zeitigen in der Halbjahresbilanz von Infogrames Entertainment erste Wirkung. Bei rückläufigen Umsätzen wurde das Ergebnis deutlich verbessert. Unterm Strich verbleibt dennoch ein Millionenverlust.
Die massiven Sanierungsbemühungen bei Infogrames und Atari beginnen sich in der Unternehmensbilanz niederzuschlagen. Aus dem ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres mit Ende 30. September geht die Atari-Dachgesellschaft Infogrames Entertainment bei rückläufigen Umsätzen mit deutlich verbessertem Ergebnis hervor. Von 123 Mio. Euro im Vorjahr ging der Konzernumsatz um gut 14 Prozent auf 105,5 Mio. Euro zurück. Den Löwenanteil steuerten die europäischen und asiatischen Niederlassungen bei, die es auf einen Umsatzanteil von 63 Prozent bringen. Dem allgemeinen Markttrend folgend, gewannen in den vergangenen sechs Monaten Handheldsysteme sowie Microsofts Xbox 360 an Gewicht, während die Vorgängerkonsolengeneration an Zugkraft verlor. Bei Infogrames kommen Produkte für Handhelds und Xbox 360 so auf 48 Prozent der Umsätze.
Nichtsdestotrotz verbleibt unterm Strich ein Millionenverlust. Auf minus 33,4 Mio. Euro belief sich das Unternehmensdefizit nach sechs Monaten auf Basis vorläufiger Zahlen. Eine realistische Einschätzung fällt aber derzeit schwer, da Infogrames lediglich ein EBITDA-Ergebnis veröffentlichte, bei dem entscheidende Aufwände wie z.B. für Abschreibungen aus der Bilanz herausgerechnet werden. Ende November will das Unternehmen die testierten Ergebnisse veröffentlichen.