Mehr als acht Mio. Kopien von "Need For Speed: Carbon" setzte Electronic Arts im zum 31. Dezember beendeten dritten Geschäftsjahresquartal ab. Auch aufgrund des erfolgreichen Multiplattform-Racers legte der Umsatz beim Branchenprimus um ein Prozent zu.

Electronic Arts hat die Bilanz für das zum 31. Dezember 2006 beendete dritte Geschäftsjahresquartal veröffentlicht. Demnach stieg der Konzernumsatz im Jahresvergleich um ein Prozent auf 1,281 Mrd. Dollar an. Dabei unterstrichen Marken wie "Need For Speed", "Madden NFL", "FIFA" oder auch "Die Sims 2" die Ausnahmestellung des Branchenprimus im Markt. Mehr als acht Mio. Kopien der neuesten "Need For Speed"-Auskopplung "Carbon" fanden so im dritten EA-Quartal weltweit einen Abnehmer. Die Football-Simulation "Madden NFL 07" stand im US-Markt den äußerst erfolgreichen Vorgängern in nichts nach und setzte seit Launch ebenfalls mehr als acht Mio. Einheiten ab. Europäische Kunden bevorzugten da die Fußball-Simulation "FIFA 07", von der über alle Plattformen mehr als sechs Mio. Spiele weltweit verkauft wurden. Zum Überflieger nach Stückzahlen schwangen sich aber einmal mehr die Spiele der "Die Sims 2"-Reihe auf: Unternehmensangaben zufolge wurden im Zeitraum Oktober bis Dezember 2006 mehr als zehn Mio. "Die Sims 2"-Programme weltweit verkauft. Merklich an Fahrt gewonnen hat das Mobilegeschäft. Erstmals wurden in dem Bereich, der durch die Übernahme von Jamdat beachtlich an Größe gewonnen hat, mehr als 100 Mio. Dollar Umsatz erzielt.

Dass trotz der beeindruckenden Absatzzahlen das operative Geschäft und das Nettoeinkommen im Jahresvergleich zurückging, ist den verstärkten Investitionen des kalifornischen Majors geschuldet. Gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres wurden die Investitionen in Forschung und Entwicklung um mehr als 100 Mio. Dollar aufgestockt. Entsprechend sank der operative Gewinn gegenüber dem Vorjahr von 347 Mio. auf 215 Mio. Dollar. Unterm Strich stehen nach 259 Mio. Dollar aus dem Vorjahr nun 160 Mio. Dollar Reingewinn. "Die vergangenen Jahre waren durch Investitionen in die Zukunft gekennzeichnet. Die kommenden Jahre werden im Zeichen von Wachstum und Wertschöpfung stehen", stellt Warren Jenson, Chief Financial Officer von EA, den Aktionären wieder steigende Gewinne in Aussicht.

Zunächst muss aber das abschließende vierte Quartal beendet werden. Im traditionell umsatz- und absatzschwachen Frühjahr rechnet die Konzernleitung nicht mehr mit entscheidenden Impulsen. Bei Umsätzen zwischen 550 und 600 Mio. Dollar wird ein Verlust pro Aktie zwischen 12 und 17 US-Cent erwartet. Zum Geschäftsjahresende am 31. März rechnet der Vorstand mit einem Konzernumsatz zwischen 3,025 und 3,075 Mrd. Dollar und einem Gewinn je Aktie zwischen 15 und 20 US-Cent.

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