Kulturrat fordert Förderung
Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, hat sich für die Förderung der Computer- und Videospielentwicklung stark gemacht. Wer die Qualität beeinflussen will, muss auch bereit sein zu zahlen, so Zimmermann.
In einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" hat sich Olaf Zimmermann, seines Zeichens Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, für die Förderung der Computer- und Videospielentwicklung stark gemacht. Ebenso wie der Film gehören auch Spiele zum Kultur- und Medienbereich und müssten entsprechend aus den Haushalten der Kultusministerium gefördert werden, lautet Zimmermanns zentrale Forderung. "Die Kultur sollte sich nicht in die Schmollecke stellen, sondern Inhalte im Blick haben und die Qualität verbessern", so Zimmermann.
Eine Freigabe von jugendgefährdenden Inhalten strebt Zimmermann aber nicht an. Vielmehr argumentierte er in Sachen Verbotsdiskussion für ein Festhalten am Status quo. Volljährige, mündige Bürger müssen weiter das Recht haben, auch Schund zu konsumieren. Von der Politik forderte Zimmermann vor allem Konsequenz: "Wir kommen da nicht raus, können nicht auf der einen Seite bejammern, was da so Schreckliches mit der Jugend passiert und gleichzeitig sagen: Für das, wofür ihr euch interessiert, haben wir kein Geld mehr."