Lichtblick: Atari bilanziert Quartalsgewinn
Der Konsolidierungskurs der vergangenen Monate bei US-Publisher Atari trägt erste Früchte. Studioverkäufe und Einsparungen führten im zweiten Quartal zu einem leichten Plus.
US-Publisher Atari hat die Kennzahlen für das zum 30. September beendete zweite Geschäftsjahresquartal veröffentlicht. Der von der Konzernspitze auferlegte harte Sanierungskurs sowie die Studioverkäufe der vergangenen Monate haben dem Unternehmen erstmals wieder einen Gewinn beschert. Bei 28,6 Mio. Dollar Umsatz beläuft sich der Nettogewinn Ataris aus dem zweiten Quartal auf 300.000 Dollar. Jetzt von einer Kehrtwende zu sprechen, wäre jedoch verfrüht. Operativ bleibt Atari im Minus, auch wenn die Verluste im Jahresvergleich von 22,3 auf 9,5 Mio. Dollar reduziert wurden. Hinzu kommt, dass der Quartalsgewinn beileibe nicht genügt, um die im ersten Quartal gerissenen Löcher in der Bilanz zu stopfen. So stehen nach sechs Monaten bei 48,1 Mio. Dollar Umsatz (Vorjahr: 62,2 Mio. Dollar) 6,8 Mio. Dollar Nettoverlust in den Büchern. Dabei wurde der Wert auch hier durch außerordentliche Einnahmen verbessert. Operativ beläuft sich das Minus aus dem ersten Halbjahr auf 14,1 Mio. Dollar. Immerhin: Vor Jahresfrist musste der US-Publisher noch 58 Mio. Dollar Nettoverlust nach sechs Monaten eingestehen.
Die Unternehmensführung sieht Atari aber auf dem richtigen Weg, um in absehbarer Zeit wieder konstant schwarze Zahlen zu schreiben. Die Konsolidierung wird unvermindert vorangetrieben, und so vor allem die Kostenseite weiter reduziert. Über die derzeit angespannte Lage hinweghelfen soll eine neue Kreditlinie, die Guggenheim Corporate Funding dem US-Publisher nun einräumte. 15 Mio. Dollar mit einer Laufzeit von drei Jahren wurden so in die klammen Kassen gespült.