Microsoft hat das vergangenen Geschäftsjahr zum 30. Juni mit einem neuen Rekordquartalsergebnis abgeschlossen. Die Home & Entertainment Division verdoppelte ihren Umsatzanteil im vierten Quartal, schrieb aber weiterhin rote Zahlen.

Mit einem 16-prozentigen Umsatzplus auf 11,8 Mrd. Dollar bilanzierte Microsoft das zum 30. Juni beendete vierte Quartal - neuer Rekord für den Softwarekonzern. Operativ stieg das Ergebnis gar um 30 Prozent und erreichte nach 2,99 Mrd. Dollar im Vorjahr nun 3,88 Mrd. Dollar. Netto verblieben nach dem vierten Quartal 2,83 Mrd. Dollar oder 28 US-Cent je Aktie in den Kassen.

Entsprechend positiv präsentieren sich auch die Zahlen für das Gesamtjahr: Bei 44,28 Mrd. Dollar Umsatz (+11 Prozent) wurden operativ 16,47 Mrd. Dollar verdient (+13 Prozent). Unterm Strich stehen 12,6 Mrd. oder 1,20 US-Dollar je Aktie Nettoverdienst. Nach Konzernangaben konnten Zuwächse in allen wichtigen Business- und Consumer-Bereichen verzeichnet werden.

So fand auch Xbox 360 in den Erläuterungen von Chief Financial Officer Chris Liddell lobende Erwähnung. Und tatsächlich konnte die Home & Entertainment Division (H&E), in der Microsofts das Spielebusiness bündelt, ihren Umsatzanteil im vierten Quartal nahezu verdoppeln: Nach 587 Mio. Dollar aus dem Vorjahr belief sich der Umsatz nun auf 1,138 Mrd. Dollar. Für das Gesamtjahr betrug das Umsatzplus 36 Prozent auf gut 4,3 Mrd. Dollar.

An der Gewinn-Verlust-Rechnung änderte das H&E-Umsatzplus wenig. Wie zu erwarten war, verblieb die Abteilung tief in den roten Zahlen. Die Subventionierungen des Xbox-360-Verkaufs in unbekannter Höhe resultierten im vierten Quartal in 414 Mio. Dollar Verlust. Im Vorjahr wurden noch 201 Mio. Dollar Verlust verzeichnet. Zum Gesamtjahr summierten sich die Xbox-360-Kosten auf ein operatives Minus von rund 1,3 Mrd. Dollar. Die Zielvorgaben konnte die neue Konsolen offensichtlich erreichen. Laut Microsoft wurden fünf Mio. Xbox 360 bislang weltweit verkauft. Im Vorfeld gab Microsoft zwischen 4,5 und 5,5 Mio. Konsolen zu Ende Juni verkaufte Konsolen als Ziel aus.

Mit dem Erscheinen von "Windows Vista" rechnet Microsoft für die kommenden Monate mit einer weiteren Geschäftsbelebung. So werden für das laufende Quartal 10,6 bis 10,8 Mrd. Dollar Umsatz und ein Nettogewinn zwischen 30 und 32 US-Cent je Aktie prognostiziert. Das Gesamtjahr mit Ende 30. Juni 2007 soll mit 49,7 bis 50,7 Mrd. Dollar Umsatz und 1,43 bis 1,47 US-Dollar Gewinn je Aktie beendet werden.

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