Microsoft-Vorsprung wächst auf sechs Mio.
Sechs Mio. Xbox-360-Konsolen hat Microsoft Unternehmensangaben zufolge bislang weltweit abgesetzt. Vor allem in den USA läuft der Verkauf von Hard- und Software sowie Zubehörartikeln hervorragend. Vom Break-even ist die Entertainment & Devices Division trotzdem noch weit entfernt.
Microsoft hat die Bilanz für das zum 30. September beendete erste Geschäftsjahresquartal vorgelegt. Mit einem operativen Gewinn von 4,47 Mrd. Dollar bei 10,81 Mrd. Dollar Umsatz ist der Start ins neue Geschäftsjahr geglückt. Jeweils um elf Prozent liegen die beiden Kennzahlen über den Werten des Vorjahres. Der Nettogewinn des Softwarekonzerns belief sich auf 3,48 Mrd. Dollar oder 35 US-Cent je Aktie. "Das solide Umsatzergebnis entspricht dem oberen Ende unserer Erwartungen und stellt einen sehr guten Jahresstart dar", kommentierte Chris Liddell, Chief Financial Officer von Microsoft, knapp.
Hauptumsatzbringer waren erneut der Bereich Clients sowie die Microsoft Business Division. Erfreuliches hatte aber auch Robbie Bach, President der Entertainment & Devices Division, der auch das Geschäft mit Xbox-Hard- und Software angegliedert ist, zu berichten. Um 70 Prozent auf mehr als eine Mrd. Dollar stieg der Umsatz hier im Zeitraum Juli bis September an. Besonders in den USA läuft Xbox 360 hervorragend, begründete Microsoft den Umsatzschub. Hard- und Software sowie Zubehörprodukte für die neue Konsole waren die tragenden Säulen des Geschäfts in den vergangenen drei Monaten. Der frühe Start von 360 beginnt sich mittlerweile durch einen nicht unerheblichen Vorsprung der Microsoft-Konsole auszuzahlen. Konzernangaben zufolge wurden Life-to-Date sechs Mio. Xbox 360 weltweit durchverkauft - allein 900.000 im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Zumindest bis auf Weiteres kann der Redmonder Riese somit die Marktführerschaft im Next-Gen-Business zu Recht für sich beanspruchen.
Daran, dass Xbox für Microsoft weiterhin ein Zuschussgeschäft ist, ändern aber auch die Erfolge der vergangenen Monate nichts. Zwar wurde der operative Verlust der Entertainment & Devices Division im ersten Quartal deutlich reduziert. Mit 96 Mio. Dollar Miesen in drei Monaten ist man vom Break-even aber noch ein Stück weit entfernt.