Kreativität und Fun auf hohem Niveau

Mit Zunahme der Rechenleistung wurde der PC in den letzten Jahren auf immer vielfältigere Weise für musikalische Zwecke eingesetzt, und das sowohl im Studio- als auch im Homebereich. Waren mit der Verbreitung des Atari und später auch des Amiga im (semi-) professionellen Bereich Sequenzer und Sampler das Maß aller Dinge, so sind es heute im Zeitalter von Mac und PC in erster Linie virtuelle Synthesizer. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich im PC-Lager derzeit authentisch nachgebildete analoge Klassiker, darunter Mini Moog, DX 7 oder TB-303. Den jeweiligen charismatischen Klangspektren verleihen Profis mit virtuellen Effektgeräten den letzten Feinschliff, die, ebenso wie die Klangerzeuger selbst, meist als Module im VST-Format vorliegen. Somit lassen sie sich nahtlos in Produktionen mit beispielsweise den Profiprogrammen "Cubase" von Steinberg und "Logic Audio" von Emagic einbinden. Wer keine Notenkenntnisse besitzt und/oder Stücke nicht beispielsweise via angeschlossenem USB-Mini-Keyboard einspielen möchte, greift zu Notendruckprogrammen inklusive Scanfunktion oder den anwenderfreundlichen Musikbaukästen. Bei Letzteren werden die in der Regel nach Tempo und Musikstil sortierten Soundschnipsel einfach via Drag & Drop auf die virtuellen Tonspuren verteilt. Den beschränkten technischen und musikalischen (Ausdrucks-)Möglichkeiten entsprechender Tools tragen die Publisher zunehmend mit der Integration von Klangerzeugern, Stepsequenzern und Effekten sowie regelmäßigen Veröffentlichungen von Soundbibliotheken für unterschiedliche Musikrichtungen von hart bis zart Rechnung. Mit Programmen wie "MTV Generation 2" und demnächst "eJay Clubworld" hat dieses Konzept auch auf PlayStation 2 Einzug gehalten. Wer sich rein spielerisch mit dem Thema Musik beschäftigen will, findet auf der Sony-Konsole gar ein einmaliges Angebot an Geschicklichkeitsgames, die oftmals mit Tanzmatten kompatibel sind. Während PS2-Besitzer zuletzt mit "REZ", "Frequency, "Parappa The Rapper 2", "Britney's Dance Beat" und "Gitaroo Man" herausgefordert wurden, haben die Anhänger von Xbox und GameCube hier (noch) das Nachsehen. Nach wie vor fester Bestandteil unter den Musikreleases ist MP3-Software, und es verwundert kaum, dass das komprimierte Audioformat von immer mehr Programmen ausgelesen werden kann. Hardwareseitig besteht die Hoffnung auf die europaweite Einführung von Zubehör, das den Game Boy Advance in einen MP3-Player verwandelt - immerhin eine Möglichkeit, dem angeschlagenen Handheld ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Entsprechende Einsteckmodule wurden jedenfalls bereits in Japan und den USA eingeführt. Auch wenn die meisten Publisher ihr musikbezogenes Herbst- und Weihnachtsprogramm frühestens zur GC - Games Convention enthüllen werden, darf man sich schon jetzt auf einige potenzielle Topseller freuen.

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Bavaria's Minister for Digital Affairs Dr Fabian Mehring @ GG Bavaria 2026 © Kaspar Kozub / StMD Bayern

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By Marcel Kleffmann 2 min read