Nach Kritik: Japans Händler achten stärker auf Jugendschutz
Erst im Mai wurde in Japan das Alterskennzeichnungssystem für Computer- und Videospiele refomiert. Ersten Erkenntnissen der Computer Entertainment Supplier's Association (CESA) zufolge hat sich das System in der Praxis bewährt.
Nach ersten Daten des japanischen Branchenverbands Computer Entertainment Supplier's Association (CESA) hat sich das reformierte Alterskennzeichnungssystem für Computer- und Videospiele in der Praxis bewährt. Erst im Mai wurden neben den bestehenden Empfehlungen "A" (für alle Altersstufen), "B" (ab 12 Jahre), "C" (ab 15 Jahre) und "D" (ab 17 Jahre) die Kennzeichnung "Z" für Spiele eingeführt, die nur Erwachsenen zugänglich gemacht werden sollen. Selbstverpflichtend sollten die japanischen Händler den Empfehlungen im Verkauf folgen.
Und dies tut offenbar die Mehrheit der Spielehändler. 95,1 Prozent überprüfen nach CESA-Daten vor dem Verkauf eines "Z"-Spiels das Alter des Käufers. 85,3 Prozent seien gar dazu übergegangen, Spiele für Erwachsene in einem separaten Verkaufsraum anzubieten. Für die CESA ein klares Signal, dass der Handel nach der auch in Japan lauter gewordenen Kritik an Spielen mit Gewaltinhalten ihren Teil dafür tun, dass ungeeignete Spiele nicht in Kinderhände gelangen.