Der südkoreanische Entwickler und Publisher NCsoft bilanziert für das zum 31. Dezember beendete Geschäftsjahr bei konstanten Umsätzen einen Gewinneinbruch von 43 Prozent. Maßgeblich für das schlechtere Ergebnis seien erhebliche Investitionen in die Entwicklung neuer Titel, die sich in Zukunft auszahlen sollen.

Der südkoreanische Entwickler und Publisher NCsoft forciert die Investitionen in kommende Produkte. Der Geschäftsplan sieht zukünftig die Veröffentlichung eines Vollpreis MMO-Games sowie mehrere Casual Games aus dem Onlinebereich pro Jahr vor. Um dieses Ziel zu erreichen, nimmt die Unternehmensführung zunächst sinkende Gewinne bewusst in Kauf. So erklärt es sich auch, weshalb der Onlinespiele-Spezialist das zum 31. Dezember beendete Geschäftsjahr bei stabilen Umsätzen mit deutlich niedrigeren Gewinnen abschloss.

Vor allem dank der erfolgreichen Vermarktung des "Guild Wars"-Add-ons "Nightfall" sowie des anhaltenden Erfolgs der Rollenspiele "Lineage" und "Lineage II" im koreanischen Heimatmarkt bilanzierte das Unternehmen einen Gesamtjahresumsatz von 338,7 Mrd. koreanischen Won, was nach aktuellem Kurs umgerechnet etwa 280 Mio. Euro entspricht. Operativ und netto verblieb jedoch weit weniger in den Unternehmenskassen als im Vorjahr. Um 44 respektive 43 Prozent fielen operativer und Nettogewinn im Jahresvergleich. So beläuft sich das Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit auf 43,3 Mrd. Won (ca. 35,8 Mio. Euro); netto verdiente NCsoft 38 Mrd. Won (rund 31,4 Mio. Euro).

Dabei gewannen vor allem im vierten Quartal die westlichen Märkte zunehmend an Gewicht. War in den Vorjahren der asiatische Markt allein bestimmend für den NCsoft-Umsatz, holten die Märkte in den USA und Europa dank "Guild Wars" in den vergangenen Monaten kontinuierlich auf. Auf 18 bzw. 10,8 Mrd. Won (14,9 bzw. 8,9 Mio. Euro) belief sich der Unternehmensumsatz in den USA und Europa aus dem vierten Quartal. Im Jahresvergleich ergibt das ein Umsatzwachstum in den westlichen Märkten von 14 respektive 76 Prozent. Die Anteile der Märkte am Gesatumsatz beliefen sich im vierten Quartal auf 54 Prozent für Südkorea, 20 Prozent für die USA und zwölf Prozent für Europa.

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