Next-Gen-Battle: Karten werden neu gemischt
Laut Colin Sebastian, Senior Research Analyst bei Lazard Capital Markets, glaubt Electronic Arts nicht daran, dass Sony seine Vormachtstellung im Konsolenbusiness mit PlayStation 3 wird verteidigen können. Für den Konzern könnte sich die Strategie auszahlen.
In Gesprächen mit der Führungsspitze von Electronic Arts will Colin Sebastian, Senior Analyst bei Lazard Capital Markets, die Erwartungen des Spielemajors an die Entwicklung im Konsolenbusiness festgemacht haben. Demnach rechne der führende Anbieter nicht damit, dass Sony seine Vormachtstellung mit PlayStation 3 wird verteidigen können, berichtet "Gamesindustry.biz". Die EA-Führung sehe derzeit ein wesentlich offeneres Rennen der drei großen Anbieter voraus, beim dem der Sieger noch keineswegs feststehe. Entsprechend dreigleisig, den PC-Markt einmal außen vor gelassen, fährt der Branchenprimus derzeit.
Auf die Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr wird sich die Releaseverschiebung von PS3 in Europa auch nur geringfügig auswirken. Laut Sebastian bestehe derzeit kein Grund, die Prognosen der veränderten Situation anzupassen. Offenbar plante auch EA in Europa nur mit einer sehr geringen Hardwareauslieferung, die keine großen Softwareverkäufe zugelassen hätte.
Die eher konservative Planung der Führungsetage bekräftigte auch Sebastian in seiner Einschätzung, dass sich EA nicht auf unnötige Risiken einlasse. Die Beurteilung der Konzernzukunft wird aufrechterhalten - kontinuierlich und vor allem gesund werde der Konzern in Zukunft wachsen.