Nintendo mit fast 70 Prozent Umsatzplus zum Halbjahr
Den bevorstehenden Wii-Launch geht Nintendo mit breiter Brust an. Das erste Geschäftshalbjahr verlief ausgezeichnet, die Kriegskassen sind prall gefüllt.
Dass sich derzeit ein Generationswechsel bei den Heimkonsolen vollzieht, lässt sich an der Halbjahresbilanz von Nintendo nicht ablesen. Zu gut verläuft das Geschäft mit Nintendo DS, als dass sich der Rückgang bei den TV-gebundenen Geräten merklich in den Bilanzen niederschlagen würde. Obwohl sich die GameCube-Umsätze seit längerem im freien Fall befinden, stieg der Konzernumsatz im Jahresvergleich um satte 69,4 Prozent auf 297,8 Mrd. Yen (rund 1,99 Mrd. Euro). Operativ verdiente Nintendo 67,1 Mrd. Yen (ca. 447 Mio. Euro) - ein Plus von 242,2 Prozent. Hier schlägt sich vor allem die nun in Gänze abgeschlossene Entwicklung von Wii nieder, die das operative Ergebnis im Vorjahresquartal noch belastete. Unterm Strich verbleiben 54,3 Mrd. Yen Nettogewinn (rund 361 Mio. Euro). Somit realisierte Nintendo in der Übergangsphase zwischen zwei Konsolengenerationen - traditionell eigentlich eine Zeit rückläufiger Umsätze und sinkender Gewinne - ein Gewinnplus von 48,4 Prozent im Jahresvergleich.
Getragen werden die Nintendo-Zahlen nicht nur von NDS-Hardware, von der inklusive Lite in den vergangenen sechs Monaten mehr als zehn Mio. Geräte abgesetzt wurden, sondern auch von den erfolgreichen Softwarekonzepten. Die Touch-Generation-Titel entpuppten sich so als Volltreffer. Insgesamt 25,27 Mio. Kopien wurden seit Einführung des Labels weltweit unter der Marke Touch Generation verkauft. Bislang erfolgreichster Titel war dabei "Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging - Wie fit ist Ihr Gehirn?", von dem weltweit bislang mehr als 8,51 Mio. Einheiten abgesetzt wurden.
In die zweite Reihe gerückt sind derweil die Umsatzbringer früherer Tage GameCube und Game Boy Advance. Wurden von der Heimkonsole in den vergangenen sechs Monaten weltweit noch ganze 350.000 Geräte abgesetzt, so beläuft sich der Hardwareabsatz bei Game Boy Advance, inklusive der Micro-Variante, auf noch gut 1,6 Mio. Geräte.