Diverse P2P-Dienste wollen sich zu einer Interessensgruppe zusammentun, um ihre Geschäftsinteressen gegen die der Medienkonzerne zu verteidigen.

Softwareunternehmen, mit deren Programmen Computernutzer via Internet Dateien austauschen können, wollen einen europäischen Interessenverband gründen. Sie erhoffen sich von der Gründung der Lobbyvereinigung eine Möglichkeit, ihre Geschäftsinteressen besser gegen die der großen Medienkonzerne durchsetzten zu können. Die Tauschbörsen Grokster und LimeWire haben in den USA bereits eine entsprechende Initiative gegründet, gaben allerdings nicht an ob sich weitere Unternehmen beteiligten würden. Erste Ergebnisse werden Ende Juli erwartet. In den USA scheint Michael Weiss, CEO von StreamCast, eine federführende Rolle zu übernehmen. Er kündigte bereits an, im US-Kongress vorstellig zu werden. Der einstige Lobbyist für die Motion Picture Association of America (MPAA) will den Politikern verdeutlichen, dass P2P-Nutzer auch Wähler sind. In Europa engagiert sich Pablo Soto, der den Madrider Filesharing-Dienst Blubster entwickelte. Über Onlinetauschbörsen wie KaZaA & Co. kann auch urheberechtlich geschütztes Material, wie Musik, Spiele, Software und Filme kostenfrei getauscht werden.

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