Privatinitiative klagt gegen Indizierungspraxis
Die am 28. Februar gegründete "Initiative gegen die Indizierung von Computerspielen" will am 19. Juni Klage gegen die Indizierungspraxis der BPjM beim Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein einreichen.
Die am 28. Februar gegründete "Initiative gegen die Indizierung von Computerspielen" will am 19. Juni Klage gegen die Indizierungspraxis der BPjM beim Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein einreichen. Die Indizierung von PC-Spielen ist nach Ansicht der Privatinitiative wettbewerbsverzerrend, praxisuntauglich und nicht wissenschaftlich fundiert. Vor dem Verwaltungsgericht soll nun angeregt werden, dass die deutsche Gerichtsgebung aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Wirkungsforschung in den Prozess der Gesetzesbildung mit einfließen lässt sowie einen Blick auf die Verfahrensweise in anderen europäischen Staaten wirft. Mit den jetzigen Gesetzen zum "Schutze der Jugend" isoliere sich Deutschland vom Rest Europas und wirke der kulturellen Vielfalt innerhalb der EU entgegen, so die Initiatoren in ihrer Begründung. Zudem fördere die Gesetzeslage in nicht unerheblichem Maße die Softwarepiraterie.