Purzelnde PS3-Preise in Japan
In Japan sind vereinzelt Händler dazu übergegangen, Sonys PlayStation 3 unter Preis zu veräußern. Es handle sich dabei um keine offizielle Preissenkung, so der Konzern.
Auch wenn vereinzelt japanische Spielehändler dazu übergehen, Sonys PlayStation unter Preis zu verkaufen, weist Sony Computer Entertainment Spekulationen über eine offizielle Preissenkung weit von sich. Übereinstimmenden Presseberichten internationaler Medien zufolge wird die Sony-Konsole in großen Outlets der japanischen Hauptstadt Tokio derzeit mit einem 20-prozentigen Nachlass angeboten. Japans Spieler können sich so die kleinere 20-Gigabyte-Version schon für 39.980 Yen, umgerechnet rund 253 Euro, sichern. Der empfohlene Verkaufspreis des Herstellers für das Modell liegt aber bei 49.980 Yen, was in etwa 316 Euro entspricht.
Eine Preissenkung habe es nicht gegeben, erteilte Sony entsprechenden Spekulationen eine Absage. Wie auch in Deutschland, hat der japanische Einzelhandel in der Preisgestaltung freie Hand. Pessimisten sehen in den sinkenden Preisen ein Zeichen für eine stockende Nachfrage. Und tatsächlich attestiert Enterbrain dem japanischen Markt in den ersten Januarwochen eine leichte Neujahrsschwäche. Die Absatzzahlen aller Hersteller gingen nach dem Jahreswechsel in die Knie.
Hoffnungen auf eine Preisanpassung der Hersteller sind trotzdem fehl am Platze. SCEA-CEO Jack Tretton kündigte vielmehr an, dass die Preisvorgabe des Konsolenherstellers im Falle PS3 länger konstant bleiben könnte, als es bei vorangegangenen Generationen der Fall war. Die Begründung ist so einfach wie einleuchtend: PS3 ist in der Herstellung schlicht zu teuer, als dass der Preis zurzeit gesenkt werden könnte. Hinzu komme, dass bei einem Highendprodukt wie der PS3 der Preis nur ein Faktor unter vielen sei und die Kaufentscheidung der Konsumenten nur bedingt beeinflusse.