Rein: "GC ist legitimer E3-Nachfolger"
Viel Lob aus berufenem Munde erlebt derzeit die Leipziger Messe, nachdem die GC - Games Convention allerorts als großer Erfolg gefeiert wird. Marc Rein, seines Zeichens Vice President von "Unreal"-Entwickler Epic Games, sieht in der deutschen Messe den legitimen Nachfolger der E3 als weltweite Leitmesse.
"Leipzig hat klar gezeigt, was mit der E3 falsch gelaufen ist", lautet das Fazit von Marc Rein, seines Zeichens Vice President von "Unreal"-Entwickler Epic Games. Im Gespräch mit der britischen Eurogamer betonte Rain, dass er in der GC - Games Convention den legitimen Nachfolger der Electronic Entertainment Expo (E3) sehe. Mit der gelungenen Mischung aus Fachmesse und Konsumentenshow vereine die Leipziger Messe alle Anforderungen, die Rein an eine Spiele-Neuheitenschau stellt. "Hätte die E3 die gleiche Richtung wie die GC eingeschlagen, würde die derzeitige Diskussion gar nicht geführt werden", ist Rein überzeugt. Mit für die Öffentlichkeit zugänglichem Messekonzept und gleichzeitig der Möglichkeit, in der Abgeschiedenheit eines Fachbesucherbereichs das Weihnachtsgeschäft auf den Weg zu bringen, wäre Rein zufolge die Bedeutung der US-amerikanischen Messe unantastbar. So aber habe nun Leipzig die besten Chancen, internationale Leitmesse für die Unterhaltungssoftwarebranche zu werden.
Kleine Verbesserungsvorschläge hatte Rein dann aber doch noch. So plädiert er für eine Vorverlegung der Messe um ein bis zwei Monate. So ließe sich die Kritik vermeiden, viele der in Leipzig gezeigten Demoversionen seien bereits im Vorfeld der Messe gezeigt oder veröffentlicht worden. Mit einem Termin zum Sommeranfang wäre die GC die erste Gelegenheit, zu der die Teams ihre Betaversionen der Öffentlichkeit präsentieren könnten. Somit sei auch die Attraktivität für die Besucher gewährleistet. Handfeste Kritik äußerte Rein in Bezug auf das Jugendschutzsystem in Deutschland. Dass vor einer Produktpräsentation eines USK-18-Titels alle Minderjährigen den Raum verlassen mussten, sorgte beim Epic-Chef für Kopfschütteln. Die sei aber ein deutsches Problem und keines der Messe an sich.