Sega: "Partnerschaft mit Electronic Arts denkbar"
Der designierte Sega-Präsident Hisao Oguchi kann sich eine Vertriebspartnerschaft mit Electronic Arts für den US-Markt vorstellen, schloss eine Übernahme vorerst allerdings aus. Auch Microsoft sieht Oguchi eher als Partner und nicht als baldigen Mutterkonzern.
Hisao Oguchi, ab Juni Nachfolger des scheidenden Sega-Präsidenten Hideki Sato, hat im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters eine Vertriebspartnerschaft mit Electronic Arts für den US-Markt durchaus Chancen eingeräumt. "Wir mussten letztens bittere Niederlagen in den USA einstecken", sagte Oguchi. Insbesondere im Bereich Sportsgames verlor Sega den Kampf um die Gunst der Konsumenten - gegen Electronic Arts, Stichwort: "NFL 2K3" versus "Madden NFL 2003" oder "NHL 2K3" versus "NHL 2003". "Wenn wir das Problem nicht allein bewältigen können, ist es besser, eine Partnerschaft einzugehen", so Oguchi. Übernahmepläne bestreitet er aber sowohl in Bezug auf EA wie auch in Bezug auf Microsoft. Oguchi räumte allerdings ein, dass eine Kooperation mit einem Konsolenhersteller sinnvoll wäre. "Wir halten an unserer Multiplattformstrategie fest", so Oguchi. Dies müsse ein Arrangement mit einem Hardwareanbieter, etwa die exklusive Bereitstellung von Sporttiteln für eine einzige Plattform, nicht ausschließen. Als vorderstes Ziel in seinem ersten Amtsjahr definierte Oguchi das Erreichen der finanziellen Vorgaben. Geplant ist unter anderem der Break-even im Segment Consumersoftware. Darüber hinaus werde er die Umstrukturierung der Entwicklerteams forcieren. Entscheidende Schritte sollen im Juli bekannt gegeben werden.