Empire Interactive bilanzierte das zum 31. März beendete Geschäftsjahr mit einem deutlichen Umsatzminus und Verlusten in Millionenhöhe. Ein gesunder Mix aus Vollpreis- und Budgetveröffentlichungen soll nun die Wende einläuten.

Empire Interactive beendete das vergangene Geschäftsjahr mit einem Vorsteuerverlust von 2,5 Mio. britischen Pfund (ca. 3,6 Mio. Euro) bei 26,5 Mio. Pfund Umsatz (rund 38 Mio. Euro). Im Vorjahr, das aufgrund einer Verlegung des Geschäftsjahresendes bereits zum 31. Dezember 2004 endete, wurden bei 29,4 Mio. Pfund Umsatz (ca. 42,4 Mio. Euro) noch ein Vorsteuergewinn von 400.000 Pfund verzeichnet (rund 578.000 Euro). Die negative Geschäftsentwicklung zeigt sich vor allem in der Tatsache, dass das nun bilanzierte Geschäftsjahr einen Zeitraum von 15 Monaten umfasste - Januar 2005 bis Ende März 2005 - und dennoch ein deutlicher Umsatzrückgang hingenommen werden musste.

Die Unternehmensleitung erklärte den Geschäftsverlauf mit steigenden Entwicklungskosten sowie den Releaseverzögerungen beim Keytitel "FlatOut 2". So musste das bereits im November vergangenen Jahres veröffentlichte "Starship Troopers" als tragende Umsatzsäule herhalten. Mit bislang 200.000 international verkauften Einheiten wurde der Titel den Ansprüchen aber nur zum Teil gerecht. Zudem sorgten die seit Monaten anhaltenden Übernahmegespräche offenbar unter den Distributionspartnern für Verwirrung. Mehrere Vertriebsvereinbarungen wurden daher auf Eis gelegt oder gänzlich beendet.

Die Hoffnungen liegen nun in "FlatOut 2" sowie einem gesunden Mix aus Vollpreis- und Budgetveröffentlichungen, der sich bereits im laufenden Geschäftsjahr auszahlen soll. Ein möglicher Unternehmensverkauf ist aber wohl noch nicht vom Tisch. Empire bestätigte, weiter in Verhandlungen zu stehen. Nichtsdestotrotz gilt abseits der Übernahmespekulationen business as usual. An insgesamt neun neuen Titeln werde derzeit gearbeitet. Dabei wagt sich Empire auch an die riskante Next-Generation-Entwicklung: Mit "FlatOut Carnage" entsteht das erste Xbox-360-Spiel Empires. Zudem werden drei PS2-Games, vier PC-Spiele sowie ein Titel für Nintendos DS-Handheld produziert.

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