Studie: Microsoft-Handheld bis 2008
Den Markt für Handheld-Hard- und -Software beziffern die US-Analysten von The Diffusion Group bis 2008 auf drei Mrd. Dollar. Bis dahin werde auch Microsoft im lohenden Businessbereich Handheld mitmischen.
Die hartnäckigen Gerüchte um eine eigene Handheld-Hardware von Microsoft erhalten durch die Studie "On the Future of Portable Consoles: Analysis & Forecasts" der US-Analysten der The Diffusion Group neuen Aufwind. Demnach wird der Softwarekonzern Ende 2007, spätestens aber Anfang 2008 mit einem eigenen System im Markt vertreten sein. "Mit einem globalen Jahresumsatz von mehr als drei Mrd. Dollar 2008 und Sony und Nintendo als einzigen ernsthaften Konkurrenten wird sich Microsoft die zusätzliche Umsatzchance nicht länger entgehen lassen", ist Thomas Wolf, Autor der Studie, überzeugt. Den Analystenüberlegungen zufolge wird sich Microsoft an Sonys Multimediawunder PlayStation Portable orientieren. Dabei stünden dem Konzern zwei Möglichkeiten offen: Entweder der Einstieg als Hardwareproduzent oder aber das Xbox-OS zu lizenzieren und Partnerunternehmen die Hardwareproduktion zu überlassen.
Szenarien, die Microsoft erst kürzlich ausschloss. Laut Neil Thompson, Head of Xbox Northern and Eastern Europe, strebe der Konzern derzeit kein Engagement im Handheld-Markt an. Statt eines Spiele-Handhelds schwebt Microsoft vielmehr eine Erweiterung gängiger Mobilfunkgeräte vor. Dass an einem mobilen Gerät gearbeitet wird - das womöglich gar die Xbox-Marke erweitern wird - scheint dennoch mittlerweile ein offenes Geheimnis. Handfestes ließ Microsoft bislang aber nicht verlauten.