Nach dem Bekanntwerden des Einstiegs von Electronic Arts bei Ubisoft ging der Aktienkurs des französischen Publisher sprichwörtlich durch die Decke.

Die Übernahmephantasien der Analysten und Spekulanten haben den Aktienkurs von Ubisoft nach dem Bekanntwerden des Einstiegs von Electronic Arts in die Höhe schießen lassen. Zeitweise lag das Plus laut Reuters bei 24 Prozent gegenüber dem Schlusskurs am vergangenen Freitag. Analysten sehen in dem Kursanstieg einen "verständliche Reaktion". Dass EA seinen Anteil in Kürze erhöhen und eine Mehrheit an Ubisoft erwerben will, gilt demnach als sicher. "Electronic Arts wird sich nicht mir 20 Prozent begnügen", zitiert die Nachrichtenagentur einen Marktbeobachter.

Insbesondere die Tatsache, dass sich gut 69 Prozent der Ubisoft-Aktien in Streubesitz befänden, mache eine Übernahme interessant. Zudem verfüge EA derzeit über liquide Mittel von gut 2,5 Mrd. Dollar, die investiert werden wollen. Mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von rund 300 Mio. Euro wäre Ubisoft somit ein Happen, den EA problemlos schlucken könnte.

Derweil wird fleißig spekuliert, wie tief EA für die bisherigen 20 Prozent der Aktien in die Tasche greifen musste. Stimmen die Vermutungen der "Wall Street Journal", wonach EA zwischen 85 und 100 Mio. Dollar für die Transaktion auf den Tisch gelegt habe, hätte der US-Publisher deutlich über Aktienkurs eingekauft. Von den Spekulationen profitieren inzwischen auch Konkurrenten. Die Aktien von Infogrames legten am Morgen um gut fünf Prozent zu.

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