Ubisoft: Mehr Umsatz lässt gutes Weihnachtsgeschäft erwarten
Der Halbjahresumsatz von Ubisoft stieg zum Stichtag 30. September 2006 im Jahresvergleich um gut 13 Prozent an. Da jedoch auch das Einkommen aus Unternehmensbeteiligungen deutlich geringer ausfiel, stieg parallel der Nettoverlust des französischen Publishers.
Die Ubisoft-Bilanz für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres zeichnet ein zweigeteiltes Bild. Während mit Stichtag 30. September der Umsatz um 13 Prozent auf 172,1 Mio. Euro anstieg, ließen sinkende Einnahmen aus Unternehmensbeteiligungen - namentlich aus der Beteiligung am Handygames-Spezialisten Gameloft - den Nettoverlust nach sechs Monaten auf 20,5 Mio. Euro steigen (Vorjahr: 11,3 Mio. Euro). Operativ hingegen reduzierten die Franzosen den Konzernfehlbetrag im Jahresvergleich von 43,7 Mio. Euro 2006 auf nun 35,3 Mio. Euro. Steigende Umsätze und geringere Marketingkosten konnten hier einen Anstieg der Entwicklungskosten um gut elf Mio. Euro mehr als ausgleichen. Die Nettoverbindlichkeiten stiegen u.a. durch den Kauf der Markenrechte an der Actionserie "Far Cry" im gleichen Zeitraum um gut 60 Mio. auf 125,4 Mio. Euro an.
Erfolgreich war man im ersten Halbjahr vor allem mit bekannten Marken. Die Titel der "Rainbow Six"- und "Spliter Cell"-Reihen zählten so zu den Umsatzbringern im Ubisoft-Portfolio. Im laufenden dritten Quartal übernahmen diese Rolle Neuveröffentlichungen für die neue Konsolengeneration. So festigte Ubisoft seinen Ruf als einer der führenden Next-Gen-Publisher beispielsweise mit "Splinter Cell: Double Agent" für Xbox 360, das allein im Oktober im US-Markt für ein Umsatzplus von 113 Prozent sorgte. Und gefragt waren auch die ersten Wii-Titel der Franzosen. Ein erster Kassensturz zeigte, dass die beiden Startitel "Red Steel" und "Rayman: Raving Rabbids" im Launchzeitraum zu den beliebtesten Wii-Spielen der US-Kundschaft zählten. Ubisoft ist daher auch zuversichtlich, das dritte Quartal mit Ende Dezember noch über den Erwartungen abzuschließen. Statt wie bisher 270 Euro Umsatz zu prognostizieren, geht die Konzernführung nun von 280 Mio. Euro Umsatz aus dem Weihnachtsquartal aus. Entsprechend wurde auch die Wachstumserwartung für das Gesamtjahr angehoben. Prognostizierte Ubisoft bislang gut acht Prozent plus, so geht der Publisher nun von einem Mehr an Umsatz zwischen zehn und zwölf Prozent über dem Vorjahr aus.