Nicht Fragen rund um das Urheberrecht, sondern die Sicherstellung der Privatsphäre bei der Nutzung von Peer-to-Peer-Börsen standen im Mittelpunkt einer Anhörung in einem Ausschuss des US-Kongresses.

Ein Ausschuss des US-Kongresses hat sich jüngst nicht mit den Fragen des Urheberrechts bei der Nutzung von Peer-to-Peer-Börsen beschäftigt, sondern mit einem anderen Aspekt der umstrittenen Tauschbörsen, berichtet der Wirtschaftsdienst finanztreff.de. Dabei diskutierten Entwickler von Peer-to-Peer-Software, Vertreter der Strafverfolgungsbehörden und Akademiker über die Sicherheit von personenbezogenen Daten in Peer-to-Peer-Netzen. Das Fazit: Anwender von Tauschbörsen, die allzu sorglos mit ihren persönlichen Dateien umgeingen, müssten sich darüber im Klaren sein, dass unter Umständen damit Identitätsklau und Betrügereien aller Art Tür und Tor geöffnet werden könnte. Laut Angaben des FBI lägen aber kaum Beschwerden dieser Art vor. Der Grund liegt auf der Hand: Wegen der Verletzung der Urheberrechte machen sich die Peer-to-Peer-User selbst strafbar. Ein Vertreter der Tauschbörse Kazaa wurde im Rahmen der Anhörung aufgefordert, die Privatsphäre der User besser zu schützen. So soll bei der neuesten Version der Software nur noch ein Ordner standardmäßig frei zugänglich sein. Kazaa indes bezeichnete die Entertainmentindustrie als "größte Bedrohung für die Privatsphäre", da sie Abermillionen von Dollar in die Entwicklung von Ausspähtechnologien investiere. Ein Vorwurf, der von Jonathan Lamy, einem RIAA-Sprecher, scharf zurückgewiesen wurde.

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