US-Wissenschaftler wollen spielend ausbilden
Computer- und Videospiele sollten nach Meinung der Federation of American Scientists zentraler Bestandteil der Aus- und Weiterbildung werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der US-amerikanischen Volkswirtschaft zu erhöhen.
Die Federation of American Scientists (FAS) plädiert für einen stärkeren Einsatz von Computer- und Videospielen in der Aus- und Weiterbildung der US-amerikanischen Bevölkerung. Einig ist sich die FAS mit der Entertainment Software Association (ESA), dass gerade komplexe Spiele einen wertvollen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Volkswirtschaft leisten können. Schon jetzt in abgewandelter Form z.B. in der Piloten- oder Medizinerausbildung im Einsatz, könnten Spiele Schlüsselqualifikationen vermitteln, die in der digitalisierten Welt rasant an Bedeutung gewinnen. Strategisches Denken, Plan- und Problemfindung sowie die Fähigkeit, sich schnell auf verändernde Umstände einstellen zu können, würden durch Spiele gefördert.
"Die FAS-Studie belegt eindrucksvoll, wovon die Spieleindustrie seit Jahren überzeugt ist: Spiele können ein effektives Lehrmedium sein und müssen ein integraler Bestandteil der Ausbildung amerikanischer Arbeitnehmer werden", kommentierte ESA-President Doug Lowenstein. Ähnlich sieht dies die FAS. Mit Veröffentlichung der Studie fragte der Verband bei der US-Regierung um Fördergelder an. In einer langfristigen Feldstudie wollen die Wissenschaftler beweisen, wie emminent wichtig Spiele in der Aus- und Weiterbildung sein können. Dabei geht es auch um einen großen Markt. Laut FAS werden in den USA jährlich gut 700 Mrd. Dollar in die Aus- und Weiterbildung investiert.