"Vista" schiebt Microsoft-Umsatz an
Das dritte Geschäftsjahresquartal von Microsoft mit Ende 31. März stand ganz im Zeichen von "Windows Vista". Das neue Betriebssystem sowie die neueste Ausgabe von "Microsoft Office" sorgten für Rekordumsätze. Nicht ganz so euphorisch fiel die Bilanz der Entertainment & Devices Division aus.
"Windows Vista" und die neueste Ausgabe von "Microsoft Office" haben dem dritten Geschäftsjahresquartal von Microsoft ihren Stempel aufgedrückt. Mit einem Quartalsumsatz in Höhe von 14,40 Mrd. Dollar sorgten die beiden gewichtigen Neuerscheinungen zum Stichtag 31. März für ein Rekordergebnis. Das Plus gegenüber dem Vorjahr beträgt beeindruckende 32 Prozent. Operativ verbesserte sich der Softwarekonzern im Jahresvergleich von 4,93 Mrd. auf 6.59 Mrd. Dollar Gewinn. Den Gewinn je Aktie gibt Microsoft mit 50 US-Cent je Anteilsschein an, ein Plus von 72 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Nicht Schritt halten mit dieser Entwicklung konnte die Home & Entertainment Division, in der neben dem Geschäft mit Xbox 360 und PC-Games auch der Zune-Player heimisch ist. Um 21 Prozent auf nur noch 929 Mio. Dollar gab der Quartalsumsatz im Jahresvergleich nach. Zur Ehrenrettung Microsofts sei aber gesagt, dass das dritte Quartal des Vorjahres vom kurz zuvor durchgeführten Launch der Next-Generation-Konsole profitierte. Nichtsdestotrotz fällt die Bilanz ernüchternd aus. Offenbar lieferte der Konzern reichlich Konsolen zum Weihnachtsgeschäft 2006 aus, sodass der Handel im dritten Quartal nur zögerlich orderte. Lediglich 500.000 Xbox-360-Konsolen fanden so im Zeitraum Januar bis Ende März ihren Weg in den Spielehandel. Die Life-to-Date-Auslieferung wuchs hierdurch auf gut elf Mio. Systeme, was Microsoft freilich noch immer die Next-Gen-Marktführung einbrachte. Gewinne waren so aber nicht zu machen. Zwar wurde der Quartalsverlust um 22 Prozent reduziert. Unterm Strich verbleibt dennoch ein Loch von 315 Mio. Dollar. Nach neun Monaten des laufenden Geschäftjahres steht die Entertainment & Devices Division bei 4,9 Mrd. Dollar Umsatz und einem Nettoverlust in Höhe von 693 Mio. Dollar. Insgesamt 5,9 Mio. Xbox-360-Konsolen wurden seit 1. Juli 2006 ausgeliefert.
Keine Auslieferungzahlen lieferte der Konzern zum iPod-Konkurrenten Zune. Einzig eine Umsatzsteigerung im Geschäft mit MP3-Playern gab Microsoft bekannt: Um 61 Prozent auf 103 Mio. Dollar stieg der Umsatz. Inbegriffen sind hier aber auch die Bereiche Consumer Hard- und Software sowie TV Platforms, was eine realistische Einschätzung der Zune-Performance schwierig macht.