VUG konsequent auf Wachstumskurs
Mit einer Reihe neuer Ankündigungen stellt Vivendi Universal Games derzeit unter Beweis, im angeschlagenen Medienkonzern nicht zu den Kandidaten zu zählen, die zum Verkauf stehen. Vor allem die "Der Herr der Ringe"-Lizenz soll massiv ausgewertet werden.
Vivendi Universal Games (VUG) gehört nicht zu den Kandidaten, die im angeschlagenen Vivendi Universal-Konzern zum Verkauf stehen. Dieses Signal geht inzwischen nicht nur von der Konzernmutter aus. Es wird auch durch VUG ausgesendet - und zwar durch konsequentes Handeln.
Neue Verträge, neue Niederlassung, neue Tolkien-Spiele
So hat VUG weitere Titel aus dem langfristigen Lizenzvertrag mit Tolkien Enterprises angekündigt. Außer mit PC- und Konsolenspielen will VUG die internationale "Herr der Ringe"-Fangemeinde auch mit einem Onlinerollenspiel begeistern. Rollenspiele sind bislang das zugkräftigste Genre im Bereich Onlinegames.
Doch auch dort ist die Konkurrenz sehr groß, und zwar nicht nur die externe. Die zu VUG gehörenden Firmen selbst sind mit Online-RPGs sehr erfolgreich. Welche Bedeutung Onlinegaming bei VUG hat, zeigt auch ein kürzlich geschlossener Vertrag mit Marvel. Marvel gehört mit seinem Portfolio von über 4700 Superhelden wie "Spiderman" zu den wichtigsten Lizenzgebern aus dem Bereich Comics. Der Zehnjahresvertrag mit Marvel berechtigt VUG, Onlinegmes nach den Helden aus dem Marvel-Portfolio zu entwickeln und zu vermarkten. Das erste Spiel soll jedoch erst 2005 erscheinen.
Doch auch auf regionaler Ebene baut VUG sein Geschäft massiv aus. So wurde kürzlich die Gründung einer Niederlassung in Skandinavien bekannt gegeben. VUG Nordic soll in Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland unterhalten.