Warner kauft sich bei SCi ein
Über Warner Bros. Entertainment steigt der Time-Warner-Konzern bei Eidos-Eigner SCi Games ein. Etwas mehr als zehn Prozent der SCi-Aktien gehen an den US-Medienkonzern, der zugleich weitreichende Lizenz- und Vertriebsvereinbarungen mit dem britischen Spielehersteller vereinbart hat.
Über Warner Bros. Entertainment steigt der US-amerikanische Time-Warner-Konzern nun doch bei Eidos-Eigner SCi Games ein. 10,3 Prozent des Aktienkapitals werde Warner erwerben, heißt es aus der kalifornischen Firmenzentrale. Mit dem Investment einher gehen weitreichende Lizenz- und Vertriebsvereinbarungen, die eine enge Verknüpfung der Gesellschaften zur Folge haben.
Postitiv wirken sich die Vereinbarungen zunächst einmal auf das Softwareportfolio von SCi aus. Die Briten können künftig Spiele zu ausgesuchten Marken aus dem Warner-Katalog entwickeln und vermarkten. Dabei gilt es natürlich zu beachten, dass der Konzern bereits mit verschiedenen Spielepublishern Lizenzverträge unterhält. SCi wird so u. a. Computer- und Videospiele auf Basis der "Batman"-Comicbücher herstellen, während Electronic Arts seit Längerem die Rechte an Umsetzung der "Batman"-Filme hält. Des Weiteren kann sich SCi künftig bei klassischen Warner-Marken, wie z. B. "Looney Tunes", und ausgesuchten Rechten des Hanna-Barbera-Katalogs (u. a. "Familie Feuerstein"), aber auch bei neueren Franchises wie "O.C: California" bedienen.
Zudem wird die Verknüpfung zwischen SCi und Warner Bro. Interactive ausgebaut. In den USA wird die Spieletochter des Medienkonzerns verschiedene Vertriebsdienstleistungen für das SCi-Programm übernehmen. Beide Partner betonten aber, dass Sales, Marketing und PR in Händen der Eidos-US-Niederlassung verbleiben.
Gerüchte über einen Einstieg oder gar eine Übernahme SCis durch Time Warner, sei es direkt oder über die Warner Music Group, machten seit Wochen die Runde. Beide Unternehmen hielten sich jedoch bedeckt, was wohl durch die laufenden Verhandlungen geboten war.