Nintendo ist der große Gewinner der vergangenen Monate im Konsolenbusiness. Während der ersten drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres setzte der Konzern nahezu 19 Mio. Nintendo-DS-Handhelds weltweit ab. Da sich auch Wii seit Start großer Beliebtheit erfreut, stieg der Neunmonatsumsatz im Jahresvergleich um 72,8 Prozent an.

Im Konsolengeschäft gibt derzeit Nintendo das Tempo vor. Mit der überaus erfolgreichen Nintendo-DS-Plattform und der seit Start stark nachgefragten Wii-Konsole ist der japanische Traditionshersteller der große Gewinner der vergangenen Monate. Abzulesen ist der Erfolg auch in der Unternehmensbilanz, die nun für den zum 31. Dezember beendeten Neunmonatszeitraum vorgelegt wurde. Demnach ist der Konzernumsatz aus den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres im Jahresvergleich um 72,8 Prozent auf 712,6 Mrd. Yen (rund 4,55 Mrd. Euro) angestiegen. Verantwortlich für das stattliche Plus waren in erster Linie die sehr guten NDS-Abverkäufe. Mehr als 18,8 Mio. Handheldsysteme made by Nintendo wechselten im Bilanzierungszeitraum den Besitzer. Entsprechend positiv entwickelte sich auch der Softwareabsatz. Einen Volltreffer landete der Konsolenhersteller mit dem "Touch Generation"-Label: 8,64 Mio. verkaufte Einheiten "New Super Mario Bros." und weitere Millionenseller wie "Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging - Wie fit ist Ihr Gehirn?" oder "Nintendogs" sprechen hier eine deutliche Sprache. Life-to-Date steht Nintendo DS Ende Dezember bei mehr als 35 Mio. verkauften Einheiten; der Softwareabsatz summiert sich seit dem Launch auf über 150,4 Mio. Stück.

Mehr als zufriedenstellend verlief aber auch der Start von Wii. Nach wie vor kommt der Konzern mit der Produktion kaum hinterher, um die international stark nachgefragte Konsole in ausreichender Stückzahl zu liefern. Seit dem US-Start Ende November 2006 lieferte Nintendo weltweit mehr als 3,19 Mio. Wii-Konsolen aus, zum Ende des Geschäftsjahres am 31. März sollen es sechs Mio. sein. Bis dahin wird auch der Softwareabsatz, der für Wii momentan bei rund 17,6 Mio. Einheiten steht, deutlich an Schwung gewinnen und laut Prognose die Marke von 21 Mio. überspringen.

In den Hintergrund treten nun naturgemäß die älteren Systeme wie Game Boy Advance und GameCube. Auch wenn der GameCube-Software-Nachschub inzwischen fast gänzlich versiegt ist, belief sich die Auslieferung in den ersten neun Monaten auf immerhin noch 660.000 Stück Hardware und 15 Mio. Stück Software. Bei GBA steht Nintendo nach neun Monaten bei 3,73 Mio. Hardware-Einheiten und 34,5 Mio. Softwarekopien.

Auch operativ blieb Nintendo dem Trend treu: Um 102,5 Prozent hat sich der operative Konzerngewinn im Jahresvergleich auf über 167,6 Mrd. Yen (ca. 1,07 Mrd. Euro) mehr als verdoppelt. Hier spielen natürlich auch die Kosten für Forschung und Entwicklung von Wii eine Rolle, die im Vorjahr noch zur Gänze die Bilanz belasteten. Unterm Strich steht ein Plus von 43,1 Prozent auf mehr als 131,9 Mrd. Yen (rund 843,4 Mio. Euro) Nettogewinn.

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