Wilhelm Hamrozi hat Infogrames Deutschland verlassen. Die Geschicke der deutschen Infogrames-Niederlassungen werden ab sofort von Detlef Bußmann und Andreas Wiedwald bestimmt.

Wilhelm Hamrozi, Geschäftsführer von Infogrames Deutschland, hat das Unternehmen Ende November auf eigenen Wunsch verlassen. Insgesamt zwölf Jahre zeichnete Hamrozi bei Infogrames Deutschland bzw. Bomico verantwortlich. Ob Hamrozi sich nach dieser langen Zeit ganz aus dem Spielebusiness zurückziehen wird, sei noch nicht entschieden. "Computerspiele sind ein zentraler Bestandteil meines Lebens", so Hamrozi zu seinem Abschied von Infogrames. Zudem verfüge er über viel Erfahrung und gute Kontakte. Eine endgültige Entscheidung will Hamrozi in den kommenden Monaten treffen. Der Ausstieg kam für Kollegen und die Mutterfirma keineswegs überraschend. "Ich habe mich schon in den letzten sechs Monaten aus verschiedenen Bereichen mehr und mehr zurückgezogen", berichtet Hamrozi von einer gewissen Vorbereitungsphase. So dürfte es trotz des Verlusts für Infogrames Deutschland zu keiner größeren Beeinträchtigung des Tagesgeschäfts kommen.

Die Aufgaben von Hamrozi teilen sich nun Detlef Bußmann und Andreas Wiedwald. Beide sind ebenfalls schon seit Jahren bei Infogrames und gehören seit längerem zum engeren Führungskreis der deutschen Geschäftsleitung. "Wir werden den bewährten Stil von Wilhelm Hamrozi fortsetzen", so Bußmann und Wiedwald. Besonderen Wert legen beide darauf, dass sich auch künftig deutschsprachige Third-Party-Unternehmen bei Infogrames gut vertreten fühlen. Zeitgleich soll aber auch frischer Wind in die Geschäfte gebracht werden. Der Zeitpunkt, sich aus dem Geschäft zurückzuziehen, war von Hamrozi gut gewählt. Infogrames ist weltweit derzeit sehr erfolgreich - auch in Deutschland. Die erst kürzlich veröffentlichten Umsatzzahlen des 1. Quartals weisen global ein Plus von 80 Prozent aus; in Deutschland erwartet man im laufenden Geschäftsjahr (bis Juni 2001) das beste Ergebnis der Firmengeschichte. Dabei setzt Infogrames nicht nur auf das derzeit starke Portfolio. Das Gespann Bußmann/Wiedmann will vor allem auch mit in Deutschland erfolgreichen Lizenzen und Marken arbeiten. "Big Brother 2" ist dabei nur ein Beispiel, dem viele weitere folgen sollen.

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