Auch Videokassetten sind ein 'Berlin Souvenir'
Am vergangenen Sonntag hatten viele Berliner Einzelhändler ihre Geschäfte ge-öffnet. Auch die Saturn- und Kaufhof-Filialen am Alexanderplatz nahmen an der Aktion teil. Um den vom Berliner Senat erlassenen Vorschriften für den Sonntagsverkauf zu entsprechen, versahen sie die Produkte, darunter auch Games und Kaufvideos, an der Kasse kurzerhand mit dem Sticker "Berlin Souvenir".
In der Bundeshauptstadt hatten am vergangenen Sonntag rund um den Potsdamer Platz und am Alexanderplatz mehrere Geschäfte geöffnet. Grundlage für die Sonntagsöffnung war ein Beschluß des Berliner Senats, wonach in Ausflugs- und Erholungsgebieten Artikel des touristischen Bedarfs auch an Wochenenden in Geschäften verkauft werden dürfen. Der Kaufhof am Alexanderplatz, Filiale der Metro-Tochter, öffnete seine Türen von zwölf bis 17 Uhr und deklarierte sein gesamtes Sortiment als Souvenirs, indem nach dem Bezahlen an der Kasse ein Sticker mit der Aufschrift "Berlin Souvenir" auf die Ware geklebt wurde. Geschäftsführer Günter Biere zeigte sich insgesamt mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Auch die Saturn-Filiale am Alexanderplatz beteiligte sich an der Sonntagsöffnungsaktion. "Die Umsätze in der Software- und Hardwareabteilung waren sehr gut", so Jens Krause, Verkaufsleiter Hardware/Software bei Saturn. In der Abteilung habe man eine höhere Besucherfrequenz als unter der Woche verzeichnet. "An den verkauften Games und CD-ROMs haben wird an der Kasse den Sticker,Berlin Souvenir' angebracht", so Krause. Viele Kunden würden es begrüßen, wenn man jeden Sonntag das Geschäft öffnete.
Auch Renate Koppey, Assistentin der Tonträgerabteilung bei Saturn, ist mit dem Verlauf der Aktion zufrieden: "Die Kunden haben dieses Pilotprojekt sehr positiv aufgenommen, sie waren begeistert." Die Zahl der Kunden in der Tonträgerabteilung sei mit denen an normalen Samstagen vergleichbar. Auch der Umsatz sei akzeptabel gewesen. Hielten sich die Sonntagsverkäufe auf diesem Niveau, würde es sich künftig lohnen, jeden Sonntag zu öffnen. Doch das sei noch nicht entschieden.