Die Rufe nach steuerlichen Anreizmodellen bei der Gamesförderung werden lauter: Mit harter Kritik äußert sich nun auch NRWs Medienminister Liminski gegen die Budgetkürzungen bei der Gamesförderung im Bundeshaushaltsentwurf und fordert zusätzliche Fördermethoden.

Der aktuelle Entwurf für den Bundeshaushalt 2024, nachdem die Gamesförderung des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fast halbiert wird, entlockt nicht nur dem game-Verband Kritik. Mit einem Statement, das GamesMarkt vorliegt, hat sich nun auch Nordrhein-Westfalens Medienminister Nathanael Liminski an die Presse gewandt.

"Die Ampel lässt die Gamesbranche ein weiteres Mal im Regen stehen. Bereits im Mai hatte der Bund verkündet, dass die Fördertöpfe für die Computer- und Videospielbranche für dieses und nächstes Jahr bereits ausgeschöpft seien. Nun folgt der zweite Schock für die Branche: Denn im vorliegenden Entwurf des Bundeshaushalts 2024 werden die Fördermittel sogar noch gekürzt. Das ist ein herber Rückschlag für den Gamesstandort Deutschland. Unsere Entwickler und Produzenten brauchen Planungssicherheit, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Unter diesen aktuellen Bedingungen wird Deutschland nicht mit anderen Ländern wie Kanada oder Frankreich mithalten können. Die Bundesregierung soll aufhören, große Worte zu schwingen und anfangen, den Gamesunternehmen in Deutschland eine Perspektive aufzuzeigen. Für viele Gamesunternehmen im internationalen Wettbewerb wäre ein steuerliches Anreizmodell noch besser als eine Förderung. Wir stehen als Nordrhein-Westfalen bereit, zu einem kombinierten Ansatz von Bundes- und Landesförderung zu kommen. Aber die Bundesregierung muss dafür endlich vom Reden ins Handeln kommen - im Interesse des Gamesstandortes Deutschland."

Ein "steuerliches Anreizmodell", wie Liminski es fordert, wurde zur Bekanntmachung des Antragsstopps auch bereits von anderen Politiker:innen gefordert, auch jenen aus der Ampel-Koalition. Sogar Christian Lindner, der beim Sommerfest des Branchenverbands in dieser Woche sprach, führte die Möglichkeit ins Feld.

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Pascal Wagner
Pascal Wagner is Chief of Relations of GamesMarket and Senior Editor specialised in indie studios, politics, funding and academic coverage.
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