dmmv fordert Nachbesserungen beim Urheberrecht
Der Deutsche Multi Media Verband (dmmv) kritisiert an der jüngst verabschiedeten Urheberrechtsnovelle vor allem das Versäumnis, die Anfertigung von Kopien aus illegalen Quellen zu untersagen.
Der Deutsche Multimedia Verband (dmmv) hat die in der vergangenen Woche verabschiedete Novellierung des Urheberrechts als unvereinbar mit den künftigen Gegebenheiten der Informationsgesellschaft kritisiert. "Das Urheberrecht ist mit dieser Novellierung noch nicht in der Informationsgesellschaft angekommen", sagte der Leiter des dmmv-Arbeitskreises Medienpolitik, Dr. Christian Dressel. "Aufgrund der technischen Infrastrukturen ist die digitale Piraterie zum Massenphänomen geworden. Der dringend erforderliche Schutz der Produzenten digitaler Werke ist durch die Novellierung des Urheberechts leider nicht gewährleistet", so Dressel weiter. Der dmvv begrüße daher die für die zweite Jahreshälfte angekündigte Diskussion mit den Marktteilnehmern über den weiteren Umsetzungsbedarf der EU-Urheberrichtlinie. Im Mittelpunkt der dmmv-Kritik steht vor allem das Versäumnis, die Anfertigung von Kopien aus illegalen Vorlagen zu untersagen. Darüber hinaus werde die uneingeschränkte Zulässigkeit und Anzahl von Privatkopien nicht verhindert.
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