Das Parental-Controls-System der Nintendo Switch wurde als geeignetes Jugendschutzproramm für geschlossene Systeme im Gamesbereich nach JMStV anerkannt. USK und KJM sehen darin ein wichtiges Zeichen für den Jugendschutz gesetzt.

Seit der letzten Novellierung des Jugendmedienschutz Staatsvertrags (JMStV) können auch Jugenschutzprogramme in geschlossenen Systemen wie zum Beispiel proprietäre Konsolen anerkannt werden. Die Anerkennung selbst läuft über die Einrichtungen der Freiwilligen Selbstkontrollen mit einer anschließenden Überpfügung durch die KJM. Nun wurde erstmals ein Jugendschutzprogramm im Gamesbereich über diesen Weg offiziell als geeignet anerkannt. Es handelt sich um das Parentals Control System auf Nintendo Switch.

"Seit 2016 ist nach dem JMStV eine Anerkennung von geschlossenen Systemen möglich. Dass ein Anbieter Jugendschutz bereits in die Produktentwicklung einbezieht und dessen Wirksamkeit erstmals gemäß den Anforderungen des JMStV überprüfen lässt, ist ein Meilenstein im technischen Jugendmedienschutz", so Dr. Wolfgang Kreißig, Vorsitzender der KJM. Auch Elisabeth Secker, Geschäftsführerin der USK, betrachtet die Entwicklung als zukunftsweisend und lobt das Engagement der Anbieterin: "Mit der Implementierung ihres Jugendschutzsystems und dessen Vorlage zur Eignungsprüfung geht die Nintendo Europe GmbH auf dem Weg zu einem modernen Jugendmedienschutz mit gutem Beispiel voran. Eltern wird so ein wirksames Werkzeug für den altersgerechten Schutz ihrer Kinder in die Hand gelegt. Es ist einfach einzurichten und kostenlos nutzbar."

Tatsächlich stellt die zunehmende Digitalisierung der Vertriebswege den Jugendmedienschutz vor immer neuen Herausforderungen. Die klassischen Altersfreigabe-Kennzeichen im Film- und Spielebereich sind gesetzlich für physische Trägermedien verankert. In der Digitalwelt, in der ein Konsument den deutschen Rechtsraum mit einem Klick hinter sich lassen kann, stoßen die aus der physischen Welt bewährten Systeme schnell auf ihre Grenzen. Die Anerkennung von Jugendschutzprogrammen in geschlossenen Systemen könnte zumindest in der Konsolenwelt den Jugendmedienschutz bei Games auch im Digitalgeschäft stärken.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.
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