ESA klagt in Louisiana
Das kürzlich von Gouverneurin Kathleen Babineaux Blanco unterzeichnete Gesetz zur Regulierung von Gamesverkauf und -verleih zog in direkter Konsequenz eine Klage der Entertainment Software Association nach sich.
Die Entertainment Software Association (ESA), der US-amerikanische Publisherverband der Spieleindustrie, hat vor dem Federal District Court of Baton Rouge, Louisiana, Klage gegen das von Gouverneurin Kathleen Babineaux Blanco abgesegnete Gesetz zur Regulierung des Spieleverkaufs und -verleihs eingereicht. Wie in vergleichbaren Fällen in anderen Bundesstaaten stellt das Gesetz den Verkauf und Verleih von Spielen mit Gewaltinhalten an Minderjährige unter Strafe.
An dem Entwurf arbeitet auch Jack Thompson, Anwalt und Vorkämpfer für härtere Jugendschutzbestimmungen in den USA mit. Die Erfahrungen der zahlreichen verlorenen Gerichtsverfahren der vergangenen Monate ließen die Autoren Thompson zufolge in den Gesetzestext einfließen. Daher sei man sich sicher, dass die Bestimmungen auch vor Gericht bestehen könnten. Die ESA schert dies indes wenig. In den vergangenen fünf Jahren konnten sechs ähnliche Gesetze vor Gericht gestoppt werden. Ebenso werde es auch in Louisiana der Fall sein, gibt sich ESA-President Doug Lowenstein siegesgewiss. Erneut klagte Lowenstein auch die Verschwendung von Steuergeldern an. Über eine Mio. Dollar hätten die Gerichtsverfahren die Steuerzahler bislang gekostet.