In einer aktuellen Stellungnahme zu der Verurteilung eines Raubkopierers am 8. Juli erklärte die GVU, dass die entstandene Schadenssumme höher liege als vom Gericht angegeben.

"Piraterie ist Diebstahl - und wird auch so bestraft", erklärte Jan Scharringhausen, Leiter der GVU-Rechtsabteilung, der an dem Prozess vor dem Braunschweiger Landgericht als Beobachter teilgenommen hatte. Gestern war ein Raubkopierer zu einer dreijährigen Haftstrafe wegen illegaler Verbreitung von Filmen und Musikstücken verurteilt worden. Der GVU zufolge war der Täter 2001 schon einmal wegen Urheberrechtsverletzungen bestraft worden. Die GVU ist ihm danach weiterhin auf der Spur geblieben und hatte dadurch zu seiner Überführung durch die Kriminalpolizei im Februar 2003 beigetragen. Vor Gericht wurde festgestellt, dass der Marktwert der illegal kopierten Produkte mehr als eine Million Euro betrug. Dazu GVU-Geschäftsführer Joachim Tielke: "Die Behörden haben nur bis zu diesem Betrag Beweise gesammelt, weil es für die Verhandlung notwendig war. Es liegt aber auf der Hand, dass die Ware, mit der der Beschuldigte über Jahre gehandelt hat, einen viel größeren Schaden angerichtet hat." Den tatsächlichen Schaden für die Industrie schätzt Tielke auf eine mehrstellige Millionensumme.

Mehr zum Thema

Share this post

Written by