Interessengruppe gegen "GTA IV"
Kein neuer "Grand Theft Auto"-Titel ohne Kontroverse. In den USA meldete sich nun die erste Interessengruppe zu Wort. Mother Against Drunk Driving will den weiteren Verkauf des Actionhits untersagen.
Die "Grand Theft Auto"-Serie ist bewusst politisch inkorrekt. Bei den Machern von Rockstar hat die Konfrontation mit weitverbreiteten Vorurteilen Prinzip. Daher gibt es auch seit "Grand Theft Auto III" 2001 keine Serienveröffentlichung mehr ohne öffentliche Kontroverse. Waren es bei "Grand Theft Auto: Vice City" US-Amerikaner haitianischer Abstammung, die sich als Drogendealer und Zuhälter verunglimpft sahen, meldet sich nun die erste Interessengruppe zu "GTA IV" zu Wort.
Weil sich die Protagonisten von "GTA IV" auch nach einem Barbesucher hinters Steuer setzen können - inklusive verschwommener Wahrnehmung und motorischen Defiziten - verlangt die Bürgerbewegung Mothers Against Drunk Driving (MADD) einen Verkaufsstopp, berichten übereinstimmend US-Medien. An das Entertainment Software Rating Board appelierte MADD, die Altersfreigabe von "GTA IV" von "Matures" (ab 17 Jahre) auf "Adults Only" hochzusetzen. Dies käme einem Vermarktungsverbot in den USA gleich. "Betrunken Auto zu fahren ist weder ein Spaß noch ein Spiel. Betrunken zu fahren ist ein Verbrechen, das leicht vermieden werden kann", so die Interessengruppe.
Dass in dem Spiel haufenweise Blei ziemlich schnell Richtung Menschen fliegt und zum rasanten Ableben des virtuellen Gegner führt, scheint zumindest diese Bürgerbewegung nicht zu irritieren.