Sind sich die Konzepte der Konsolenhersteller bei aller Innovation zu ähnlich? Kaz Hirai, CEO von Sony Computer Entertainment of America, beschwerte sich nun in einem Interview über die Me-too-Politik der Konkurrenz.

"Immer, wenn wir einen neuen Weg einschlagen, folgt Microsoft uns auf dem Fuße", klagte Kaz Hirai, CEO von Sony Computer Entertainment America, britischen Medien zufolge in einem aktuellen Interview die Me-too-Politik der Konkurrenz an. "Ich würde mir wünschen, sie würden auch mal eigene Strategien entwickeln", so Hirai weiter. Im Krieg der Worte der beiden Konsolenhersteller kritisierte Hirai einmal mehr die Entscheidung Microsofts, ein externes HD-DVD-Laufwerk für Xbox 360 auf den Markt zu bringen. Da HD nicht von Anfang an in das Konsolenkonzept eingeflossen sei, müssten Kunden nun Einschränkungen in Kauf nehmen. Und tatsächlich zeigt sich im HD-Konzept des Softwarekonzerns eine Schwäche: Hält Microsoft an der Entscheidung fest, keine Spiele auf HD-Disk zu veröffentlichen, bleibt das Laufwerk ein optionales Extra für Technikfreaks. Kippt die Strategie jedoch, würden bisherige Käufer gezwungen, Hardwareseitig aufzustocken. Sony stelle seine Käufer nicht vor die Wahl, betonte Hirai. Daher sei PlayStation 3 das zukunftssicherere Produkt.

Dennoch reagierten internationale Medien mit Kopfschütteln auf die Äußerungen des Sony-Managers. War es doch der japanische Elektronikkonzern, der auf der Electronic Entertainment Expo überraschend einen bewegungssensitiven Controller aus dem Hut zauberte. Auch wenn Sony nicht müde wurde zu betonen, dass bereits seit geraumer Zeit an dem neuen Controller gearbeitet würde, fühlten sich Branchenbeobachter vielfach an das Wii-Konzept von Nintendo erinnert. Zudem ist es seit Jahren Gang und Gäbe, erfolgreiche Konzepte der Konkurrenz zu kopieren, wie auch Sony erst kürzlich mit den neu gestalteten Onlinediensten für PlayStation 3 unter Beweis stellte.

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