Nachdem die "Auto Assault"-Scharte in der ansonsten blütenreinen NCsoft-Bilanz wieder ausgewetzt ist, steuert der koreanische Publisher neuen Rekordzahlen entgegen. Noch immer ist das Unternehmen aber zu abhängig vom koreanischen Markt, was vielversprechende Neuentwicklungen in nächster Zeit ändern sollen.

Die Bilanz von NCsoft für das zum 31. März beendete erste Quartal lässt den koreanischen Publisher wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Nachdem im Vorjahr "Auto Assault" von der Kundschaft mit Nichtachtung abgestraft wurde und so eine unschöne Delle in der NCsoft-Erfolgsgeschichte hinterließ, steuert das Unternehmen nun wieder auf neue Rekordmarken zu. 84,7 Mrd. koreanische Won (ca. 67,7 Mio. Euro) bedeuten im Jahresvergleich ein Umsatzplus von neun Prozent. Noch höher fielen die Zuwachsraten bei operativem und Nettogewinn aus, die mit 17,1 Mrd. Won (rund 13,7 Mio. Euro) und 14,1 Mrd. Won (ca. 11,3 Mio. Euro) um 96 respektive 107 Prozent anwuchsen.

Den einzigen Wermutstropfen der Q1-Bilanz bildet die weiterhin ungebrochene Abhängigkeit NCofts vom koreanischen Heimatmarkt. 79 Prozent der Konzernumsätze entfielen auf die beiden Onlinetitel "Lineage" und "Lineage II", die vor allem auf der koreanischen Halbinsel ihre Fanbasis haben. Die auf den westlichen Geschmack abzielenden Spiele "Guild Wars" und "City Of Heroes" bzw. "City Of Villains" steuerten hingegen lediglich 17 beziehungsweise sieben Prozent zum Umsatz bei.

Doch die Unternehmensführung scheint das Problem erkannt und Lösungen parat zu haben. Große Hoffnungen setzt der Vorstand in die Neuentwicklung "Tabula Rasa", in deren Produktion "Ultima"-Erfinder Richard "Lord British" Garriott eingebunden ist. Garriotts Wissen um Produkt und Markt soll "Tabula Rasa" zum Durchbruch in Europa und Nordamerika verhelfen. Ab dem vierten Quartal wird sich "Tabula Rasa" Genrekönig "World Of WarCraft" stellen. Bis dahin steht noch der Betatest an, der dieser Tage gestartet ist.

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