Radikale Forderung des DIHT zum Ladenschluss
Der neu entflammten Debatte um das Ladenschlussgesetz müssten nun endlich konsequente Deregulierungsschritte folgen. Das fordert der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) jetzt in einer aktuellen Erklärung.
Der DIHT hält die Neuregelung der Ladenöffnungszeiten, die die Bundesregierung noch für 2000 in Aussicht gestellt hat, für überfällig. Der Handel stehe unter enormen Druck und benötige alle Freiheiten, um die Kunden in den Zeiten zu bedienen, in denen diese einkaufen wollen. Der DIHT hat sich jetzt für eine völlige Freigabe der Ladenöffnungszeiten von Montag bis Samstag ausgesprochen. Das bedeute nicht, hieß es dazu beim DIHT, dass die Geschäfte rund um die Uhr geöffnet sein müssten. Erfahrungen aus dem Ausland ließen vielmehr erwarten, dass es nicht zu einer allgemeinen Ausweitung, sondern eher zu einer Verlagerung der Öffnungszeiten komme. Sonn- und Feiertage sollten weiterhin als Ruhetage geschützt bleiben.
Die gegenwärtig diskutierten Reformvarianten gingen nicht weit genug. Jede zeitliche Vorgabe - gleich ob 21 Uhr oder 22 Uhr - erweise vor allem kleineren Händlern einen Bärendienst, weil sie zunächst weiterhin als Aufforderung verstanden würde, das gesetzliche Zeitfenster auszuschöpfen. Sinnvoller sei es, würden die Handelsunternehmen bei freien Öffnungszeiten die jeweils günstigsten Zeitfenster ausloten. Kleinere Geschäfte hätten so