Der französische Premierminister Jean-Pierre Raffarin hat einen millionenschweren Hilfeplan für die nationale Videospielbranche zugesagt. Die Regierung genehmigte Haushaltsmittel in Höhe von vier Mio. Euro für aktuelle Spieleentwicklungen.

Anlässlich der Eröffnung des von Microsoft, Infogrames und Thomson gesponserten Videospielpavillons "Cité du Numérique" im Freizeitpark Futuroscope in Poitiers sagte der französische Premierminister Jean-Pierre Raffarin einen millionenschweren Hilfeplan für die nationale Videospielbranche zu. Raffarin kündigte einen insgesamt zehn Punkte umfassenden Maßnahmenkatalog an. So seien im aktuellen Haushaltsplan für 2003 zusätzlich sechs Mio. Euro für den Unterstützungsfonds "Fonds d'aide à l'edition multimédia" (FAEM) gewährt worden. Davon seien allein vier Mio. Euro für krisengeschüttelte Spieleentwickler vorgesehen, wobei 20 Projekte mit je 200.000 Euro unterstützt werden sollen. Darüber hinaus könnten Entwickler und Publisher nunmehr leichter an Steuererleichterungen gelangen. Weitere Unterstützung soll die Branche unter anderem durch einen europäisch ausgerichteten Event und durch die Etablierung von öffentlichen Schulen und Weiterbildungseinrichtungen für Multimediaproduktionen erfahren. Zudem regte der Regierungschef eine offizielle Studie an, um den rechtlichen und gesellschaftlichen Stellenwert der Spieleindustrie näher zu definieren.

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