Wal-Mart-Umsätze unter Plan
Die Deutschland-Tochter des US-Konzerns Wal-Mart liegt seit Jahresbeginn deutlich unter Plan. Hohe Personalkosten und eine störanfällige Logistik belasten die Warenhauskette zusätzlich.
Die deutsche Tochter des US-Einzelhandelsriesen Wal-Mart kann ihre Probleme allem Anschein nach nicht lösen. Nach Informationen der "Lebensmittelzeitung" liegt die Umsatzentwicklung in den 92 Filialen seit Jahresbeginn deutlich unter Plan. So hätten die Umsätze Ende Mai um vier Prozent unter Plan und um zwei Prozent unter Vorjahresniveau gelegen. Besonders schlecht gehe es den ehemaligen Wertkauf-Märkten, wo die Umsätze an einigen Standorten zwischen zehn und 20 Prozent unter Vorjahr lägen. Ein zusätzlicher Belastungsfaktor seien die hohen Personalkosten, die laut LZ 17 Prozent erreichten. Die geänderten Ladenöffnungszeiten stellten eine weitere Belastung dar: Im Zuge der Samstagsregelung will Wal-Mart seinen Mitarbeitern Zuschläge in Höhe von 20 bis 25 Prozent zahlen. Ein nächster Störfaktor sei die Logistik. Zwischen dem Anfang März eröffneten Logistikzentrum in Bingen und dem Lager in Kempen gebe es zu viele Komplikationen, wie z. B. lange Wartezeiten für die Lieferanten und daraus resultierend fehlende Ware in den Märkten.