Xbox 360 in Japan: Start-Lineup bremst Nachfrage
Mit 159.000 Einheiten Xbox 360 ist Microsoft am 10. Dezember in den japanischen Markt gestartet. Die guten Vorgaben aus den USA und Europa konnte die neue Microsoft-Konsole in Japan nicht erreichen. Weniger als die Hälfte der verfügbaren Geräte wurde Presseberichten zufolge am ersten Verkaufswochenende abgesetzt.
Mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgen Analysten weltweit den Xbox-360-Start in Japan. Ist Microsoft mit seiner neuen Konsole doch angetreten, um den Platzhirschen Sony Computer Entertainment und Nintendo entscheidende Marktanteile abspenstig zu machen. 159.000 Einheiten waren Presseberichten zufolge zum ersten Verkaufstag am 10. Dezember in Japan erhältlich. Die guten Vorgaben aus den USA und Europa, wo die neue Microsoft-Konsole teils binnen Minuten ausverkauft war, konnten in Japan allerdings nicht erreicht werden. Nach einer aktuellen Erhebung von Enterbrain, Herausgeber der einflussreichen "Famitsu", wurden am ersten Verkaufswochenende lediglich 62.000 Einheiten abgesetzt. Damit bleib der Konzern noch hinter den Ergebnissen des Xbox-Launches 2002. Damals griffen 123.000 japanische Gamer zum Microsoft-Gerät.
Die Schuldfrage für den verhaltenen Start ist dem Bericht zufolge schnell geklärt: Die Verschiebung von "Dead Or Alive 4" habe viele Fans veranlasst, ihre Vorbestellungen zu streichen. Die zum Start verfügbaren Spiele konnten den Ausfall des Tophits nicht kompensieren. Abschreiben möchte Xbox 360 dennoch niemand. Mit der Veröffentlichung von Tecmos Beat'em'Up Ende Dezember werde die Nachfrage anziehen, ist Enterbrain überzeugt. Zudem habe Microsoft noch einige zugkräftige Titel in der Hinterhand, die in den kommenden Wochen und Monaten für eine sprunghaft steigende Nachfrage sorgen könnten.