Nvidias Streaming-Dienst GeForce Now legt einen holprigen Marktstart hin. Nach nur wenigen Wochen haben sich die Publisher Activision Blizzard und Bethesda bereits von dem Dienst zurückgezogen.

Anfang Februar startete Nvidia GeForce Now nach einer langjährigen Beta-Testphase offiziell auf den Markt. Nutzer können ab sofort über PC, Mac, Android und sogar mit dem Nvidia Shield über den Fernseher auf ihre Spielebibliotheken, wie Steam oder Epic Games, zugreifen. Nutzern stehen zwei Angebote zur Verfügung. Eine kostenlose Variante, die lediglich jeweils nur einstündige Gaming-Sessions erlaubt, sowie das Gründer-Abo, das für 5,49 Euro im Monat erhältlich ist.

Ebenso wie Shadow, bietet Nvidia keine eigene Spielebibliothek, sondern erlaubt Spieler den Zugriff auf einen Hochleistungscomputer, über den Spieler ihre bereits gekauften Games spielen können. Allerdings sind dazu Kooperationen mit den jeweiligen Publisher von Nöten.

Hier zeigen sich bereits nach wenigen Tagen erste Probleme. Nvidias Community Manager Cory Banks gab auf dem in den Foren von GeForce Now bekannt, dass Publisher Activision Blizzard seine Spiele nach nur eine Woche von dem Service ziehen würde. Wenig später entfernte dann auch Bethesda seine Games von dem Service, mit Ausnahme von "Wolfenstein:Youngblood". Beide Unternehmen gaben öffentlich keine Gründe für ihren Rückzug bekannt.

Gleichzeitig sicherte sich Nvidia CD Projekts "Cyberpunkt 2077" für seinen Dienst. Das Game soll mit Release bereits auf GeForce Now zur Verfügung stehen. Auch sonst sollen weiter regelmäßig neue Games über den Dienst zugänglich gemacht werden.

Die Abonennten der GeForce Now Gründer-Option befinden sich aktuell noch in einer kostenlosen 90-tägigen Einführungsphase. In einem Blogpost stellt Nvidias General Manager Phil Eisler klar, dass noch mehr Publisher es Bethesda und Activision gleich tun könnten und ihre Spiele vor Ablauf der Testphase von dem Dienst nehmen.

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